Richtfest am Emscherpark: Gebäudekomplex soll Anfang 2021 bezugsfertig sein

dzBaustellen in Holzwickede

Der Wohn- und Bürokomplex am Emscherpark nimmt Gestalt an. Beim Richtfest wurde unter anderem der weitere Zeitplan vorgestellt. Bezugsfertig sind die Wohnungen erst im kommenden Jahr.

Holzwickede

, 30.06.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Wohn- und Geschäftsgebäude am Emscherpark, direkt gegenüber der Sparkasse, nimmt Gestalt an. Nach rund einem Jahr ist der Rohbau mittlerweile fertig. Auf dem Richtfest wurde der weitere Zeitplan für den Gebäudekomplex enthüllt.

Auch ein Richtfest unterscheidet sich in Corona-Zeiten von der Normalität. Während die Gäste die Treppen ins oberste Geschoss hinaufsteigen, bildet sich oben bereits eine kleine Schlange. Denn auch hier gilt: Wer dabei sein will, muss sich in eine Liste eintragen. Statt Häppchen und Grillgut gibt es nach dem Eintragen eine Tüte mit Gebäck und Kleinigkeiten.

Bevor das Richtfest starten konnte, mussten sich alle Gäste eintragen. Dazu gab es eine Tüte mit Gebäck.

Bevor das Richtfest starten konnte, mussten sich alle Gäste eintragen. Dazu gab es eine Tüte mit Gebäck. © Udo Hennes

Kein Aufschub durch Corona

Begonnen hatten die Arbeiten bereits im Juli vergangenen Jahres. Laut Norbert Schramm aus dem Vorstand der „Reale Werte Bau und Wohngenossenschaften“ soll es nun noch rund sechs bis acht Monate dauern, bis die ersten Wohnungen bezugsfertig sind.

„Wir alle haben eine schwere Zeit hinter uns“, beginnt er seine Ansprache auf dem Richtfest. „Der Bau wurde durch Corona allerdings nicht gestört.“ Ein Wunder, wie er selbst anmerkt. „Auch das Wetter hat für uns gespielt.“ Ein milder Winter mit wenig Regen habe den Arbeiten in die Hände gespielt und ihnen ein zügiges Vorankommen erlaubt.

Architekt Michael Deterding (rechts) ist erfreut über den Fortschritt im Gebäude. Nach dem Rohbau werden jetzt Sanitäranlagen, Elektronik und Heizungen verbaut.

Architekt Michael Deterding (rechts) ist erfreut über den Fortschritt im Gebäude. Nach dem Rohbau werden jetzt Sanitäranlagen, Elektronik und Heizungen verbaut. © Udo Hennes

Von den Planungen her ist fast alles wie beim Alten geblieben. 13 Wohnungen sind geplant, vornehmlich im hinteren Teil, wie Architekt Michael Deterding erklärt: „Alle mit Blick auf den Emscherpark.“ Der Blick aus den Fenstern erlaubt den Leuten so die ungehinderte Sicht ins Grüne, während der Verkehr an der anderen Seite des Gebäudes entlangläuft.

Barrierefreie Wohnungen bis 150 Quadratmeter

Ein weiterer wichtiger Punkt: „Alle Wohnungen sind barrierearm.“ Jedes Stockwerk soll auch von Rollstuhlfahrern problemlos erreicht werden können. Die Größen der Wohnungen bewegen sich zwischen 60 und 150 Quadratmetern, sind sowohl als Eigentumswohnungen als auch Anlagewohnungen, die später vermietet werden sollen.

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Die Wohnungen haben einen Balkon nach Süden. „Wir haben viel Wert auf eine gute Besonnung gelegt.“ Die späteren Bewohner sollen so „den ganzen Tag Sonne genießen können“. Vor ihnen liegt dann der Blick auf einen grünen Innenhof, auf den auch die Gäste des Cafés im Erdgeschoss Zugriff haben könnten.

Zur Hauptstraße gelegen soll die Bäckerei Kayser einziehen, ansonsten tummeln sich mit Blick zur Straße vor allem die Büros. „Die wollen ja auch Werbung für sich in die Fenster hängen.“ Eine Zahnarztpraxis soll kommen, ebenso wie eine Rechtsanwaltskanzlei.

Autos in die Tiefgarage

Die Autos der Bewohner kommen später in der Tiefgarage unter. Das ist Deterding bereits seit geraumer Zeit ein Anliegen bei seinen Projekten. „Ich versuche die Autos immer unter die Erde zu bringen. Es ist schön, wenn ich eins habe, aber wenn ich parke, muss es niemand sehen.“ Auch Fahrradstellplätze sollen in der Tiefgarage gebaut werden.

Der Rohbau steht, im Erdgeschoss werden bereits Fenster und Dämmung eingebaut.

Der Rohbau steht, im Erdgeschoss werden bereits Fenster und Dämmung eingebaut. © Udo Hennes

Die nächste Arbeitsphase hat während des Richtfestes in luftigen Höhen bereits begonnen. „Wir fangen jetzt mit der Installation von Heizung, Sanitäranlagen und Elektrik an“, erzählt Deterding. Parallel dazu werden in den unteren Geschossen bereits Fernster und Dämmputz eingebaut. „Wenn das schlechte Wetter im Herbst kommt, soll alles dicht sein.“ Das Dach, von dem bislang nur das Skelett steht, soll bis dahin also auch gemacht sein.

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