Resolution an den Landtag soll im Kampf gegen Saatkrähen helfen

Umweltausschuss

Letzte Hoffnung Landtag: Der Umweltausschuss hat zu Wochenbeginn einstimmig beschlossen, eine Resolution zu versenden, die dazu auffordert, den Schutzstatus der Saatkrähe zu überdenken.

Holzwickede

, 21.09.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Resolution an den Landtag soll im Kampf gegen Saatkrähen helfen

Saatkrähen bekämpfen oder nicht: Daran scheiden sich die Geister. © Foto: Bernd Paulitschke

Zwischen 200 und 300 Saatkrähen-Brutpaare tummeln sich jährlich im Frühjahr in vier Kolonien auf Gemeindegebiet. Vor allem im Emscherpark, an der Hauptstraße auf Höhe der Liebfrauenkirche sowie an der Nordstraße/Rausinger Straße sorgen Lärm und Kot der Vogel für Unmut.

Weil die Tiere durch das Bundesnaturschutzgesetz einen hohen Schutzstatus genießen, sind nur zu bestimmten Zeiten und in bestimmten Arealen Maßnahmen gegen die Vögel erlaubt.

Schutzstatus der Krähen überprüfen

Auf Antrag der SPD hat die Verwaltung eine Resolution verfasst, die zum einen den Schutzstatus der Krähen in Frage stellt, da die Bestände stabil sind und die Vögel in der Roten Liste als „ungefährdet“ eingestuft werden. Desweiteren thematisiert die Resolution mögliche Erleichterungen für Kommunen, die Krähen vergrämen wollen.

Da Kommunen keine Anfragen an den Landtag stellen dürfen, verbleibt die Möglichkeit per Resolution an den Landtagspräsidenten André Kuper oder die Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Patricia Peill, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Im Anschluss muss sich eine Fraktion der Thematik annehmen und in den zugehörigen Ausschuss einbringen, ehe ein Bericht der Landesregierung erfolgen kann.

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