Erstes Hufescharren im Rennen ums Rathaus: Das plant die FDP in der Bürgermeisterfrage

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Während SPD und auch die Grünen bei der Bürgermeisterwahl im nächsten Jahr mitmischen wollen, setzt die Holzwickeder FDP in dieser Frage noch auf Zurückhaltung.

Holzwickede

, 24.10.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bisher fand das Thema Kommunalwahl 2020 in Holzwickede eher wenig statt. Das Rennen ums Bürgermeisteramt hat in den vergangenen Tagen allerdings schon ein wenig an Fahrt aufgenommen: Mit der Ankündigung von Ratsfrau Susanne Werbinsky (Grüne), sich von ihrer Partei als Kandidatin aufstellen lassen zu wollen, kommt jetzt nämlich etwas Schwung in die Sache.

Zuvor war gemutmaßt worden, dass die FDP mit einem eigenen Kandidaten an den Start gehen könnte, sofern die Bündnisgrünen ebenfalls jemanden aufstellen würden. Trotz der Bewerbung Werbinskys üben sich die Liberalen aber nach wie vor in Geduld.

Entscheidung über Kandidatur soll erst im März fallen

Wie FDP-Vorsitzender Lars Berger auf Nachfrage mitteilte, sehen die Freien Demokraten in der Bürgermeisterfrage bisher keinen Grund für Hektik. Bis zur Wahl dauere es noch fast ein Jahr. Es sei aber nicht sicher, ob sie überhaupt einen Kandidaten aufstellen werden. Eine Entscheidung stehe bei ihnen vermutlich erst Ende März auf dem Plan.

Berger räumte aber ein, dass sich die Liberalen derzeit mit dem Thema auseinandersetzen. Bei einer Vorstandssitzung zu Beginn der Woche sei ausgiebig über die Bürgermeisterfrage diskutiert worden.

„Wir befassen uns intensiv mit der Frage, ob sich jemand zur Wahl stellen wird“, sagte Berger. Er sprach zwar davon, dass interessante Gespräche stattgefunden hätten und dass die Signale positiv seien, auf Personal-Spekulationen wollte er sich aber nicht einlassen. Die Frage, ob er sich eine eigene Kandidatur vorstellen kann, ließ er offen: „Wir haben mehrere geeignete Kandidaten in unserer Partei. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“

Liberale prüfen erst private Belange

Einige von ihnen würden sich in der nächsten Zeit Gedanken zu einer potenziellen Kandidatur machen. Das Amt, so erklärt Berger, sei immerhin mit großer Verantwortung verbunden. Es gebe einige FDP-Mitglieder, die zunächst private Belange klären müssten.

Vor allem die familiäre und berufliche Situation müsste mit einer Kandidatur in Einklang gebracht werden. Dafür gebe es laut Berger aber noch genügend Zeit: „Wir müssen nichts übers Knie brechen und überlegen daher noch in alle Richtungen“, sagte er.

Bisher hat neben Bürgermeisterin Ulrike Drossel (BBL), die eine weitere Amtszeit anstrebt, auch Peter Wehlack von der SPD seinen Hut in den Ring geworfen. Werbinsky wartet indes noch auf die Legitimation durch ihre Partei.

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