Viel Beratungsbedarf: Pleite von Thomas Cook sorgt im Reisebüro für Mehrarbeit

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Die Tourismusbranche ist in Aufruhr. Nachdem am Montag bekannt wurde, das Thomas Cook insolvent ist, kommt die Pleite des Reisekonzerns auch in den lokalen Reisebüros an.

Holzwickede

, 24.09.2019, 14:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Egal ob man die Reisebüros Raupach und Quecke an der Hauptstraße oder A-Z Reisen an der Nordstraße anruft: Viel Zeit hat man vor Ort momentan nicht für die Fragen unserer Redaktion. Tenor überall: Fragen Sie schnell, wir haben viel zu tun.

Vor allem Reisende, die in den nächsten Tagen in den Urlaub starten wollen, sind verunsichert. „Noch ist Reisezeit, der September ein beliebter Reisemonat“, sagt Reisebüro-Inhaber Jens-Eric Quecke. Er und sein Team sind momentan vor allem damit beschäftigt, den Kunden für kurzfristig abgesagte Reisen neue Alternativen zu bieten.

Reiseveranstalter blocken Nachfragen wegen Überlastung ab

Die Cook-Pleite betrifft bekanntermaßen auch mehrere Tochterunternehmen wie Neckermann Reisen oder Öger Tours sowie allen voran die Fluggesellschaft Condor. Momentan hat der Ferienflieger noch keine Flüge gecancelt. „Ich habe einige Condorflüge, die aber über dritte Veranstalter gebucht sind. Die sind dann in der Verantwortung und mir sind die Hände gebunden“, sagt Renate Raupach vom gleichnamigen Reisebüro.

Über das Große und Ganze wisse man auch nicht mehr als die Kunden. Renate Raupach versucht so gut es geht, bei gebuchten Hotels und Veranstaltern den Buchungsstatus zu erfragen. „Viele Veranstalter lehnen Nachfragen aber ab – die sind überfordert.“ Problem für viele Kunden sei zudem bei kurzfristigen Reisen: Wer unsicher ist, ob die Reise wie geplant stattfinden kann, muss kurz vor Reiseantritt meist über Gebühr stornieren.

Reiseportal veröffentlicht Liste mit betroffenen Unternehmen

Auch auf dem Internetportal Urlaubsguru ist die Insolvenz des britischen Reisekonzerns ein Thema. Die Plattform hat eine Übersicht veröffentlicht, die viele allgemeine Hinweise zu Pauschalreisen, Buchungen und Flügen enthält. Zudem werden betroffene Reiseveranstalter, die zu Thomas Cook gehören, aufgelistet.

„Da wir lediglich Reisen vermitteln, prüfen wir momentan vor allem, ob von uns beworbene Angebote von der Cook-Insolvenz betroffen sind“, sagt Urlaubsguru-Sprecherin Annika Hunkemöller. So werden neben Angeboten insolventer Reiseveranstalter wie Bucher Reisen, Thomas Cook, Neckermann, Öger Tours und Air Marin derzeit als Vorsichtsmaßnahme auch Veranstalter nicht mehr gelistet, die nicht insolvent sind.

„Unser Team für soziale Medien beantwortet zudem alle Fragen der User, die uns per Kommentar oder Mails erreichen“, sagt Hunkemöller. Auch stehe man derzeit abteilungsübergreifend im steten Austausch, damit die Mitarbeiter auf dem Stand der Entwicklungen sind.

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