Rund 700 Umzugskartons hat die Gemeindeverwaltung für den anstehenden Umzug ihrer Mitarbeiter geordert. Ein Großteil ist schon gepackt, der Umzug selbst verzögert sich aber.

Holzwickede

, 05.01.2019 / Lesedauer: 4 min

Zwei Tage hat die Gemeinde für ihren Auszug aus dem Rathaus angesetzt. Eigentlich hätten die ersten Fachbereiche am kommenden Mittwoch, 9. Januar, in die Übergangsbüros am Rhenus-Platz 3 ziehen sollen. Daraus wird nichts, denn es hakt aktuell noch an der Datenverbindung. Weil die Server der Verwaltung im Rathaus bleiben, wird per Gigabit-Leitung der Datentransfer sichergestellt. Von der Gemeindemitte aus gen Norden steht die Leitung, umgekehrt aber noch nicht.

Somit wird der zweite Umzugstermin am 23. Januar zum ersten. Ein weitererTermin steht für den 31. Januar im Kalender. Zunächst ziehen die Fachbereiche IIb (Schule, Sport, Kultur) und ein Teil des Fachbereiches III (Finanzen) um. Das betrifft Mitarbeiter der Poststraße 2 und der Allee 4, wo auch der Bürgerservice seinen Sitz hat. Die Gleichstellungsbeauftragte Manuela Hubrach wird künftig gänzlich in der Seniorenbegegnungsstätte an der Berliner Allee zu finden sein. Für die Bürger wird sich hier nichts ändern, die gewohnten Serviceangelegenheiten können weiterhin hier in Anspruch genommen werden.

Während das Rathaus um- und ausgebaut wird, übernehmen aber Bürgermeisterin Ulrike Drossel und der Erste Beigeordnete Bernd Kasischke hier Büros, um in der Gemeindemitte zu verbleiben. Auch wird eine zusätzliche Wand für die Mitarbeiterinnen aus dem Vorzimmer des Verwaltungsvorstandes eingezogen. Die Umbaumaßnahmen erfolgen nach dem Auszug, ein genauer Termin für den Umzug der Bürgermeisterin und des Beigeordneten an die Allee 4 steht noch nicht fest. Ebenfalls umziehen wird das Team „Soziales“, das an die Allee 10 wechselt. Dafür macht das Bauamt das Erdgeschoss frei und rückt zusammen. Die Gemeinde will hier die Umzugstermine rechtzeitig bekanntgeben.

Rathausumbau: Die Gemeindemitarbeiter sitzen auf gepackten Umzugskartons

Matthias Aufermann, Fachbereichsleiter für Schule, Sport und Kultur und seine Stellvertreterin Sina Rumpke ziehen in den Eco Port. Mehr als 200 Umzugskartons dürfen noch gefüllt werden. Insgesamt hat die Gemeinde gut 700 Kartons geordert. © UDO HENNES

Am 31. Januar ziehen dann die Rathaus-Mitarbeiter des Fachbereichs I (Service und Standesamt) sowie das Steueramt und die Telefonzentrale um. An beiden Umzugstagen wird die Gemeindeverwaltung nur eingeschränkt zu erreichen sein. „Ansonsten wird die Verwaltung davor und danach aber erreichbar bleiben. Auch die Telefonnummern werden sich nicht ändern“, sagt Sarah Mohr, die in der Verwaltung den Umzug mitkoordiniert. Sie sieht beiden Tagen relativ entspannt entgegen. „Alles eine Frage der Planung. Vor dem Umzug müssen eben alle Kartons gepackt und entsprechend etikettiert sein“, sagt Mohr. An drei bis fünf Tage seien die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen nebenbei mit Packen beschäftigt gewesen. Zudem mussten Postdienst oder Versicherungsangelegenheiten an die neuen Standorte angepasst werden.

Zwei Lkw fahren abwechselnd von A nach B

Am Abend vor dem 23. Januar wird eine Umzugsfirma bereits einen Lkw beladen, sodass am Folgetag mit einem zweiten Lastwagen abwechselnd Kartons, Möbel etc. in den Eco Port gefahren werden. Der Umzug ist auch eine gute Gelegenheit, um auszusortieren. „Wir hatten schon zwei Aktionen, um Altpapier zu entsorgen und haben fünf Container gefüllt“, sagt Mohr. Dokumente einfach wegwerfen, das geht aber nicht. „Es gibt Aufbewahrungsfristen zwischen fünf und 25 Jahren; im Standesamt mitunter bis zu 100 Jahren“, sagt Sarah Mohr.

Hier ist vor allem Archivarin Silke Becker gefragt. „Sie musste vorab alle Akten sichten und entscheiden, was archiviert wird und was nicht“ so Mohr. Was nicht in die Container wanderte, landet im Archiv in der Gemeindebibliothek. Beim Aussortieren findet sich dann auch die eine oder andere Dokumentenleiche. „Die Friedhofssatzung aus den 1960er-Jahren hat sich mittlerweile genauso überholt wie ein Büchlein zum kommunalen Haushaltsrecht, das es so nicht mehr gibt“, sagt Sarah Mohr.

Rathausumbau: Die Gemeindemitarbeiter sitzen auf gepackten Umzugskartons

Am Rhenus-Platz 3 wird ab Februar ein Großteil der Gemeindeverwaltung zu finden sein.

Auch die Bürgermeisterin blickt dem Umzug entspannt entgegen. „Alle Mitarbeiter müssen sich auf Veränderungen einstellen. Wichtig ist, dass wir sinnvoll planen. Wir sind aber darauf vorbereitet, dass kleinere Probleme immer auftauchen.“

Wenn der Umzug Ende Januar vollzogen ist, wird sich das Ortsbild am Markt zeitnah ändern. Die ersten Abbrucharbeiten sind für Ende Februar geplant. Dann werden zuerst die Gebäude an der Poststraße 2 und 4 zurückgebaut. Die Wasserversorgung verschwindet erst, wenn der Umbau des alten Feuerwehrgerätehaus in Opherdicke im Laufe des Frühjahrs beendet ist. Sobald alle Gebäude am Markt und an der Poststraße geleert wurden und bevor die Abrissbagger anrücken, darf Schrottsammler Klaus Dahl aus den Häusern holen, was verwertbar ist. Seine Erlöse aus dem Schrottverkauf spendet Dahl bekanntermaßen für Hilfsprojekte in Afrika. „Er hat uns angefragt und wir stellen das Material gerne für den sozialen Zweck zur Verfügung“, sagt Ulrike Drossel.

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Damit auch jeder künftig die neuen Räume im Eco Port findet, sollen zudem Hinweisschilder im Ort aufgestellt werden. Auch plant die Bürgermeisterin einen Tag der offenen Tür im Eco Port, wenn sich alle Mitarbeiter eingerichtet haben.

Politisch beginnt die Übergangsphase so richtig am 31. Januar. Dann tagt der Haupt-, Finanz- und Personalausschusses erstmals in der Mensa im Schulforum statt im Rathaussaal.

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