Rathaus Holzwickede: Baufirmen machen Sommerferien und lassen Ausschreibung links liegen

dzNeubau Rat- und Bürgerhaus

Der Rohbau für das neue Rat- und Bürgerhaus in Holzwickede wird etwas länger auf sich warten lassen müssen als zunächst geplant: Ein einziges Angebot einer Baufirma liegt bislang vor. An dieser gibt es Zweifel.

Holzwickede

, 02.08.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Rohbauarbeiten für den Umbau des historischen Rathauses und den Anbau eines Bürgerhauses wollte der Rat ursprünglich im September vergeben. Daraus wird nun nichts, weil die erste Ausschreibung anders verlief, als sich die Gemeinde das gewünscht hätte.

Noch vor den Sommerferien hatte die Gemeinde die Rohbauarbeiten für das Rat- und Bürgerhaus auf einer Internetplattform ausgeschrieben.

Trotz zahlreicher Zugriffe auf die Ausschreibung nur ein Angebot

Zum Submissionstermin am 23. Juli, bis zu dem die Angebote abgegeben werden müssen, lag für das Gewerk Rohbauarbeiten gerade ein einziges Angebot vor.

Dabei habe es zuvor zahlreiche Zugriffe von interessierten Unternehmen auf das digital veröffentlichte Leistungsverzeichnis gegeben, teilte die Gemeinde am Donnerstag weiter mit.

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Der Verwaltungsvorstand hat dieses Resultat nun unter zwei Gesichtspunkten beurteilt: Zum einen sei es grundsätzlich unglücklich, nur ein Angebot vorliegen zu haben. Zum anderen stelle sich auch die Frage nach der grundsätzlichen Eignung des einzigen Bieters.

»Nach Prüfung der Referenzen bleiben Zweifel an dessen Eignung bestehen.«
Pressemitteilung des Verwaltunsvorstandes

„Nach Prüfung der Referenzen bleiben Zweifel an dessen Eignung bestehen“, heißt es wörtlich in der Pressemitteilung.

Das geringe Interesse veranlasste die Verwaltung, sich bei Baufirmen nach den Gründen zu erkundigen. Potentielle Mitbieter hätten auf die Frage, warum von der Abgabe eines Angebots abgesehen wurde, einen so verblüffenden wie nachvollziehbaren Hinweis gegeben: Vermehrt kam nämlich der Hinweis, dass die Ferienzeit ein ungeeigneter Zeitraum für eine Kalkulationsphase sei.

Baukonstruktion für Neubau mit 7,3 Millionen Euro veranschlagt

Aus dieser Rückmeldung ließ sich im Rathaus der Schluss ziehen, dass nicht das Projekt als solches für die Bauwirtschaft uninteressant ist. Für die Baukonstruktion des Neubaus waren zuletzt, nach Einsparungen, immerhin noch rund 7,3 Millionen Euro brutto veranschlagt worden.

Das Projektteam hat daher in Absprache mit Bürgermeisterin Ulrike Drossel beschlossen, die Ausschreibung aufzuheben und erneut zu veröffentlichen. Diesmal wird die laufende Ferienzeit noch berücksichtigt.

Weil der zweite Anlauf wiederum einige Wochen Zeit in Anspruch nimmt, werden die ursprünglichen Termine für die Sondersitzungen des Planungs- und Bauausschusses sowie des Rates am 10. September ausfallen.

Das Vergabeverfahren werde zeitlich so getaktet, dass eine Vergabe im Planungs- und Bauausschuss am 8. Oktober sowie im Rat am 10. Oktober möglich ist.

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