Projekt für 40 Millionen Euro: Planungsstart für Laborzentrum im Ecoport

dzStandort für Veterinärbehörde

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen möchte sine Standorte nach Holzwickede zusammenziehen und ein großes Laborgebäude bauen. Rund 200 Mitarbeiter sollen hier ab 2025 arbeiten.

Holzwickede

, 18.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Nachdem im März der Kaufvertrag für eines der letzten großen Grundstücke im Ecoport geschlossen worden war, ist jetzt der komplette Vertrag rechtskräftig. Damit können die konkreten Planungen für das neue „Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen“ (CVUA) beginnen. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit von Wirtschaftsförderung Kreis Unna und der Gemeinde Holzwickede auf den Weg gebracht.

Das CVUA zieht seine vier Standorte Bochum, Arnsberg, Hagen und Hamm zusammen und baut dafür in Holzwickede eine neue Zentrale. Das Gebäude wird vor allem Labore beherbergen. Das CVUA untersucht im Rahmen des Verbraucherschutzes unter anderem Lebens- und Futtermittelproben auf gesundheitliche Unbedenklichkeit und tierische Proben auf Krankheitserreger.

Mit Bedacht habe sich das CVUA für den Standort Holzwickede entschieden

„Dem Entschluss zum Neubau ist ein langer Prozess vorangegangen“, erklärt Dr. Dirk Höhne aus dem Vorstand des CVUA. Mit Bedacht habe man sich für den Umzug entschieden. Alle bisherigen Standorte seien sanierungsbedürftig und entsprächen nicht mehr den Anforderungen; ein Neubau sei unumgänglich. Rund 200 Mitarbeiter wird das Unternehmen mitbringen. Das Unternehmen möchte „so viele der erfahrene Kolleginnen und Kollegen mitnehmen wie möglich“, so Höhne.

„Wir werden am Standort Holzwickede um die 40 Millionen Euro investieren, ein Labor-Projekt in dieser Größenordnung ist entsprechend kompliziert“, erläutert Dirk Höhne. Gerade ist das CVUA damit beschäftigt, einen Generalplaner zu suchen. Anfang kommenden Jahres wird die dann nach einem Bewerbungs- und Auswahlverfahren beauftragte Firma mit der konkreten Bauplanung beginnen. „Architektonisch ist das nicht allzu aufwendig. Da für unsere Labore bestimmte Deckenhöhen von bis zu vier Metern nötig sind, bestimmen sie das Äußere. Doch die ganze Technik funktional unterzubringen, wird eine Herausforderung“, erklärt Höhne. Mit der Grundsteinlegung rechnet der Vorstand 2022, Anfang 2025 soll das neue CVUA dann in Betrieb gehen.

Die WFG hat das Grundstück im Auftrag der Gemeinde Holzwickede vermittelt

Die Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) vermittelte das Grundstück im Auftrag der Gemeinde Holzwickede. „Vier Grundstücke im Kreis waren in der engeren Auswahl für das CVUA. Dass die Verantwortlichen sich für Holzwickede entschieden haben, freut mich sehr“, so WFG-Prokuristin Karin Rose, die das Ansiedlungsvorhaben begleitete. Zur Höhe des Verkaufserlöses machte die Gemeinde auf Anfrage keine Angabe.

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