Probealarm für eine zusätzlich installierte Sirene im Norden der Gemeinde

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Zwei Sirenen für die gesamte Gemeinde, das war zu wenig, wie sich im September bei einem Probealarm herausstellte. Im Norden war der Alarm nicht zu hören. Nun ist eine weitere Sirene installiert.

Holzwickede

, 13.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Zeiten, in denen Einsätze der Feuerwehr durch lautes Heulen der auf verschiedenen Dächern im Gemeindegebiet installierten Sirenen angekündigt wurden, sind längst vorbei. Auch die Technik der Sirenen hat sich geändert. Sie wurde von analog auf digital umgestellt. Bis Anfang der 1990er Jahre gab es ein flächendeckendes Sirenennetz des Bundes, das ursprünglich die Bevölkerung vor möglichen Luftangriffen warnen sollte. Die Warntöne waren viele Menschen bekannt. Kinder lernten in der Schule sie zu unterscheiden. Regelmäßige Probealarme gehörten zum Alltag. Nach dem Ende des so genannten Kalten Krieges hat der Bund dieses Sirenennetz aufgegeben und bot sie den Kommunen zur Übernahme an. In Holzwickede wurden die alten Sirenen abmontiert und neue, digital funktionierende Sirenen installiert. Eine davon ragt auf dem Dach des Rathauses in die Höhe. Die zweite Sirene ist auf dem Dach des Feuerwehrhauses Süd in Opherdicke/Hengsen installiert.

Am 6. September heulten bei einem landesweiten Test Tausende Sirenen in Nordrhein-Westfalen. Dabei auch die zwei Holzwickeder Sirenen. Der Test war insgesamt erfolgreich, zeigte aber auch Schwachstellen im Sirenennetz - wie im Norden der Gemeinde Holzwickede. Dort waren die Töne der Sirene nicht ausreichend zu hören. Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung hatten an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet Stellung bezogen, um auf die Lautstärke zu achten.

Aus zwei Sirenen wurden drei

Die Gemeindeverwaltung hat reagiert und vor etwa vier Wochen eine weitere Sirene auf dem Dach der Nordschule installiert. Diese soll die Bereiche von der Nordschule bis zur Chaussee und von der Vincenz-Wiederholt-Straße bis zur Friedrich-Ebert-Straße abdecken. Um die Reich- und Hörweite dieser neuen Sirene zu testen, wird nun ein weiterer Probealarm durchgeführt. Dieser ist am Dienstag, 18. Dezember, um 11.30 Uhr vorgesehen. Es werden aber lediglich die Sirene am Rathaus und die neue Sirene im Norden beteiligt sein.

Mitarbeiter machen den Hörtest

Wieder werden Mitarbeiter der Gemeinde Holzwickede im Einsatz sein und ihre Ohren „aufsperren“. Der Probealarm besteht aus drei Teilen. Zuerst wird der Warnton zu hören sein - ein auf- und abschwellender Ton. Es folgt mit einem Dauerton die Entwarnung. Danach wechselt der Ton für die Entwarnung (Dauerton), Warnung (auf- und abschwellend) und Entwarnung ab.

Bevölkerung muss gewarnt werden

Die Sirenen, die mittlerweile digital funktionieren, werden von der Leitstelle des Kreises Unna eingeschaltet. Und zwar immer dann, wenn die Bevölkerung gewarnt werden soll. Die Sirenen können aber auch von der Leitstelle des Landes in Gang gesetzt werden. Dann heißt es Radio anmachen und hören, was passiert ist. Die Feuerwehr wird nicht mehr mit Sirenen alarmiert, sondern mit Funkmeldern, die jede Einsatzkraft mit sich führt.

Die Holzwickeder müssen bei diesem Probealarm nichts tun.

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