Politik und Verwaltung feiern: Auf die Rathaus-Baustelle kann bald schweres Gerät rollen

dzErster Spatenstich

Das größte Bauprojekt Holzwickedes geht in die nächste Runde: Am Dienstag versammelten sich viele Holzwickeder an der Rathaus-Baustelle zum ersten Spatenstich. In Kürze soll dort schweres Gerät anrollen.

Holzwickede

, 29.10.2019, 19:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der große Andrang von Bürgern blieb zwar aus, als die Gemeinde am späten Dienstagnachmittag zum Spatenstich an die Rathaus-Baustelle einlud. Dafür kamen aber fast 50 Vertreter von Gemeindeverwaltung und Lokalpolitik auf den Marktplatz.

Politik und Verwaltung feiern: Auf die Rathaus-Baustelle kann bald schweres Gerät rollen

Einige Vertreter der Lokalpolitik und der Gemeindeverwaltung waren zum ersten Spatenstich an die Rathausbaustelle gekommen. Vereinzelt waren auch ein paar Bürgerinnen und Bürger anwesend. © Udo Hennes

Sie alle interessierten sich vermutlich nicht nur für die hochoffizielle Veranstaltung, die den Baubeginn des bisher größten Projektes in Holzwickede einläutete. Für sie war es nämlich gewissermaßen auch eine Begehung jenes Ortes, an dem sie in wenigen Jahren tagen, diskutieren oder auch bei einem Mittagessen privat ins Gespräch kommen werden.

Gastronomie mit Außenbereich auf dem Marktplatz

Denn die Bezeichnung des neuen Rat- und Bürgerhauses soll immerhin Programm sein: Neben den Büros der Verwaltung und einem Rat- und Bürgersaal soll der dort entstehende Gebäudekomplex auch eine eigene Gastronomie enthalten. Deren Sitzgelegenheiten, so sieht es das Konzept vor, sollen bis auf den Marktplatz ragen. Es soll also eine Begegnungsstätte für alle Holzwickeder werden, in der Politik, Verwaltung und auch Bürger noch näher zusammenrücken sollen.

Zahlen und Fakten

Arbeiten rund ums Rathaus

  • Der Gemeinderat hat den Bau des neuen Rat- und Bürgerhauses in seiner Sitzung am 30. Oktober 2018 beschlossen. Das Gesamtbudget des Projekts wurde auf 19,53 Millionen Euro festgelegt.
  • Darin enthalten sind die Kosten für das Architekturbüro, für alle Fachplaner, das Büro des Projektsteuerers, die Kosten für den Abbruch der Bestandsgebäude, die Sanierung des historischen Bestandsgebäudes, die Verlegung der 10 kV-Station, die Interimslösung inklusive EDV-Infrastruktur und auch die Kosten für den Umzug zum Eco Port.

Dem Anlass entsprechend gelaunt war Bürgermeisterin Ulrike Drossel (BBL), die die kurze Zeremonie einläutete. Sie sprach davon, dass die zweite Ausschreibung für den Rohbau erfolgreich war und freute sich auf die nächste Phase des Großprojektes: „Ich kann jetzt schon sagen, dass wir im kommenden Planungs- und Bauausschuss sehr gute Ausschreibungsergebnisse für die Gewerke Sanitär- und Feuerlöschtechnik, Heizungs- und Kältetechnik und Lufttechnische Anlagen beschließen können“, sagte sie.

„Mit diesen Gewerken sind finanziell große Positionen vergeben und ich bin zuversichtlich, dass wir den finanziellen Rahmen des Gesamtprojektes einhalten können“, erklärte die Bürgermeisterin weiter.

Politik und Verwaltung feiern: Auf die Rathaus-Baustelle kann bald schweres Gerät rollen

Schneideten eine Torte an, auf der die Skizze des neuen Rathauses abgedruckt war (von links): Architekt Thorsten Kock, Bürgermeisterin Ulrike Drossel und Regierungspräsident Hans-Josef Vogel. © Udo Hennes

Rathausbau wäre ohne Fördermittel vom Land nicht stemmbar gewesen

Drossel machte auch noch mal klar: Die Bezahlung dieses Großbauprojektes wäre ohne Fördermittel vom Land nicht stemmbar gewesen. „Unter Berücksichtigung eines geringen Anteils nicht förderfähiger Kosten ergibt sich ein Eigenanteil für die Gemeinde von 8,5 Millionen Euro. Der Gegenwert unseres neuen Rat- und Bürgerhauses steht nach Fertigstellung auf der Habenseite in unserer Bilanz.“

Politik und Verwaltung feiern: Auf die Rathaus-Baustelle kann bald schweres Gerät rollen

Bürgermeisterin Ulrike Drossel (rechts) bedankte sich in ihrer Rede für die gute Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Bez + Kock und auch mit Vertretern der Lokalpolitik und der Gemeindeverwaltung. © Udo Hennes

An dieser Stelle bedankte sie sich beim Präsidenten der Bezirksregierung, Hans-Josef Vogel (CDU), der aus Verbundenheit zur Gemeinde Holzwickede der Zeremonie am Marktplatz persönlich beiwohnte und symbolisch einen Scheck mit der Fördersumme vom Land überreichte.

„Ich denke, wir können zufrieden und auch stolz sein auf die bisherige Zusammenarbeit und diese Entwicklung des Projektes Rat- und Bürgerhaus“, sagte Drossel abschließend.

Zweiter Anlauf

Erste Ausschreibung für den Rohbau erfolglos

  • Während der Sommerferien gestaltete sich die erste Ausschreibung für den Rohbau als sehr schwierig, weil auch die meisten Baufirmen und Kalkulatoren Urlaub machten. Wegen des Sommerlochs einigten sich die Verantwortlichen darauf, in einem zweiten Anlauf nach einer geeigneten Baufirma zu suchen. Die Frist für die zweite Ausschreibung ist im September ausgelaufen.
  • Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch bewertete die daraus resultierende Verzögerung aber als nicht allzu gravierend, weil die erste Ausschreibung immerhin verhältnismäßig früh angelaufen sei.

Danach folgte der offizielle Spatenstich

Danach folgte der offizielle Teil des Spatenstichs, bei dem neben Drossel und Vogel auch Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch, der Erste Beigeordnete Bernd Kasischke, Wilfried Brinkmann (Vorsitzender des Planungs- und Bauausschusses), Thorsten Kock (vom zuständigen Architekturbüro Bez + Kock aus Stuttgart) und Bauleiter Thomas Klünder (Architekturbüro Klünder aus Dortmund) Hand anlegten.

Anschließend kamen die rund 60 Anwesenden bei einem Stück Torte, Schnittchen und Kaltgetränken ins Gespräch.

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