Politik kritisiert Kulturarbeit: Woran hakt es bei der Rausinger Kleinkunstbühne?

dzKultur

Durchwachsene Premiere, geplatzte Lesung: Es war ein holpriger Start, den die Kleinkunstbühne Rausingen hingelegt hat. Wenn es nach SPD und CDU geht, müssen sich grundsätzliche Dinge ändern.

Holzwickede

, 28.11.2019, 16:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit der Eröffnung der Kleinkunstbühne in Rausingen fällt die Bilanz für dieses Jahr eher ernüchternd aus. Bei zwei Veranstaltungen, sofern man die Eröffnungsfeier ausklammert, ließ die bisherige Resonanz mitunter zu wünschen übrig.

Der erste große Knick setzte schon bei der zweiten Veranstaltung ein. Eine geplante Lesung im Oktober musste abgesagt werden, nachdem der Vorverkauf zur Nullnummer wurde. Beim folgenden Event sah es dann schon deutlich besser aus.

Chanson-Abend rettet den Auftakt der Rausinger Halle

Der Chanson-Abend unter dem Titel „Blessur d’amour: Anatomie der Liebe“ war gut besucht. Die Veranstaltung kam bei den Zuschauern gut an. Aus Sicht der Fraktionen von SPD und CDU scheint die bisherige Resonanz aber nicht genug zu sein. Beide forderten jüngst, dass in Sachen Kleinkunst etwas passieren müsse, wenn das an sich als sehr gut befundene Konzept beim Bürger ankommen soll.

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Noch kein Event für Dezember geplant

CDU und SPD fordern konkret, dass die Kulturverantwortlichen der Gemeinde vorausschauender planen. Bis Jahresende sollten etwa die Veranstaltungen fürs folgende Jahr vorgestellt werden. Dass dieser Wunsch in Erfüllung geht, ist nach derzeitigem Stand allerdings nicht zu erwarten. Bekannt ist zu den Veranstaltungen im nächsten Jahr noch nichts Konkretes. Auch für Dezember wurde im Programm noch keine Veranstaltung angekündigt.

Auf Nachfrage wollten sich die Verantwortlichen im Fachbereich für Schule, Sport und Kultur noch nicht zur künftigen Entwicklung der Rausinger Kleinkunstbühne äußern. Sie verwiesen darauf, dass das Thema im nächsten Fachausschuss am 4. Dezember angesprochen werde.

Dort wird es dann zum Austausch mit der Politik kommen. CDU und SPD haben sich in dieser Sache bereits positioniert. An dem Konzept Kleinkunstbühne haben sie nichts auszusetzen. Beide Fraktionen äußerten unserer Redaktion gegenüber aber grundsätzliche Bedenken bezüglich der Umsetzung.

CDU: Engere Zusammenarbeit mit Vereinen wünschenswert

Neben einer langfristigen Planung fordert die SPD, dass für Veranstaltungen mehr geworben werden sollte. Denkbar sei außerdem ein Veranstaltungsheft oder ein eigenes Kleinkunst-Abo. Die CDU brachte hingegen eine engere Zusammenarbeit mit Vereinen ins Spiel.

Beim Chanson-Abend zuletzt waren beispielsweise die Aktiven aus dem Freundeskreis Holzwickede-Louviers involviert, beteiligten sich durch einen Getränkeverkauf.

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