Plötzlich Schlager: So denkt die Pop-Band „Max im Parkhaus“ über ihren „Adrenalin“-Remix

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Die Band „Max im Parkhaus“ hat in ihrer neunjährigen Geschichte viel ausprobiert. Das jüngste Experiment hat den Geschmack der Musiker nicht allzu sehr getroffen, ihnen aber dennoch geholfen.

Holzwickede

, 08.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

In einer Woche gastiert die Dortmunder Band „Max im Parkhaus“ auf der Kleinkunstbühne in Rausingen. Die fünf Musiker haben in ihrer neunjährigen Bandgeschichte viel erlebt. Das Jahr 2019 war dabei ein besonderes.

Im vergangenen Jahr bahnte sich nämlich ein Durchbruch an. Helfen sollte dabei das deutsche Musik-Label DA Records, mit dem „Max im Parkhaus“ derzeit nicht zusammenarbeitet. Einer der Gründe dafür: Das Label ist vor allem wegen seiner Schlager-Musik bekannt.

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Mit DA Records hat „Max im Parkhaus“ dann im März 2019 eine die Single „Adrenalin“ herausgebracht. Zunächst in einer Version, die zwischen Rock und Pop liegt – genre-technisch also ganz auf dem bisherigen Kurs der Band.

Schlager-Remix kam besser an als die Ballade

Dann ergab sich eine Situation, die bei Musikern nicht selten zu einem zwiespältigen Gefühl führt. Es kam ein Remix dazu, der in Richtung Schlager tendiert. Die Ballade, die die Band ursprünglich aufgenommen hatte, blieb unterhalb des Radars. Der Schlager-Remix kam auf dem Musik-Markt deutlich besser an und verschaffte „Max im Parkhaus“ eine Menge Aufmerksamkeit. „Im Ruhrgebiet und auch darüber hinaus“, wie Band-Manager Ulrich Neidl erzählt.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Dortmund spielte „Max im Parkhaus“ vor einem großen Publikum. Bisher hat die Pop-Band schon mehr als 100 Konzerte gegeben.

Auf dem Weihnachtsmarkt in Dortmund spielte „Max im Parkhaus“ vor einem großen Publikum. Bisher hat die Pop-Band schon mehr als 100 Konzerte gegeben. © Stephan Schuetze

Für den Unnaer Kim Friehs, Frontmann von „Max im Parkhaus“, war die Zusammenarbeit mit DA Records daher ein Exkurs, der die Erfahrung sicher wert war, aber auf lange Sicht nicht unbedingt den musikalischen Geschmack der Band treffen würde. Das Quintett bezeichnet sich nämlich selbst als Pop-Band.

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„Wir hatten gehofft, dass es nicht allzu schlagerlastig wird“, sagt Friehs rund ein Jahr danach. Negativ beurteilt er den Exkurs zu DA Records aber insgesamt trotzdem nicht: Die Band schaffte es mit diesem Remix in die Rotation von WDR 4. Noch heute hört man im Radio vereinzelt Lieder von „Max im Parkhaus“. Der ganz große Durchbruch blieb 2019 zwar zunächst aus. Die Band machte aber wichtige Schritte, um ihre Musik-Karriere weiter voranzutreiben.

Bei der Einordnung der verschiedenen Musik-Genres, so erläutert Friehs, sei es aber grundsätzlich nicht ganz einfach. „Was international als Elektropop gilt, geht in Deutschland eben manchmal schon in Richtung Schlager.“ Außerdem gebe es keine klaren Grenzen, viel verschwimme ineinander.

In der neunjährigen Bandgeschichte ist „Max im Parkhaus“ immer mehr gereift. In dieser Zeit haben die fünf Musiker sehr viel ausprobiert.

In der neunjährigen Bandgeschichte ist „Max im Parkhaus“ immer mehr gereift. In dieser Zeit haben die fünf Musiker sehr viel ausprobiert. © Jan Schulze

„Max im Parkhaus“ habe sich in den vergangenen Jahren immer wieder verändert oder gar neu erfunden. Wie ihr Frontmann erklärt, haben sie sich nie so wirklich auf eine Musiksparte festgelegen wollen und legen Wert darauf, breit aufgestellt zu sein.

Manager: „Adrenalin“ war „Achtungserfolg“

Band-Manager Neidl blickt auf ein gutes Jahr zurück und spricht bei „Adrenalin“ von einem „Achtungserfolg“. „Max im Parkhaus“ traut er auch in Zukunft viel zu: Sie haben in letzter Zeit einen Riesensprung gemacht, aber wir müssen dran bleiben“, sagt der Dortmunder, der sich vor allem um die Buchungen kümmert und die Gagen für Auftritte verhandelt.

Kim Friehs ist das Rampenlicht inzwischen durchaus gewöhnt. Der Frontmann von „Max im Parkhaus“ hat 2017 an der TV-Castingshow The Voice of Germany teilgenommen. Am kommenden Samstag will er mit seinen vier Mitstreitern auf der Kleinkunstbühne Rausingen für gute Stimmung sorgen.

Kim Friehs ist das Rampenlicht inzwischen durchaus gewöhnt. Der Frontmann von „Max im Parkhaus“ hat 2017 an der TV-Castingshow The Voice of Germany teilgenommen. Am kommenden Samstag will er mit seinen vier Mitstreitern auf der Kleinkunstbühne Rausingen für gute Stimmung sorgen. © Jan Schulze

Für dieses Jahr haben sie gemeinsam viel vor: „Dabei wird es auch auf die Band ankommen“, betont Neidl. So ist für 2020 geplant, dass die Band in den kommenden Wochen so viel schreibt und aufnimmt, dass sie ab Mai ungefähr alle sechs Wochen etwas neues veröffentlichen können.

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Max im Parkhaus: Adrenalin

Neidl hofft darauf, dass sie damit an den Erfolgen aus dem vergangenen Jahr anknüpfen können, um sich noch weiter zu entwickeln. „Aber das geht nur über eine richtig gute Nummer“, weiß der erfahrene Band-Promoter. Das Zeug dazu habe „Max im Parkhaus“ allemal.

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