Planer wird konkret: So würde die A40 ohne Oelpfad-Anschluss ausgebaut

dzVerkehrsentwicklung

Was passiert, wenn die B1 zur A40 ausgebaut wird, aber der geplante Anschluss an den Oelpfad noch nicht erfolgen kann? Darauf hat der zuständige Planer eine klare Antwort.

Holzwickede

, 22.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die B1 zwischen Dortmund und Unna wird bis 2023 planmäßig auf sechs Spuren ausgebaut und wird dann zu einem Teilstück der Autobahn 40. Geplant ist in dem Zuge auch eine neue Anschlussstelle auf Höhe des Oelpfads. Die wiederum soll die neue Umgehungsstraße L677n anbinden. Vier Anlieger-Klagen gegen das Projekt verhindern jedoch seit knapp drei Jahren einen Baustart.

Bevor das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen die Klagen nicht behandelt hat, wird sich hier auch nichts tun. Auf Anfrage der CDU-Fraktion hat das NRW-Verkehrsministerium bereits im März klar bestätigt, dass beide Projekte gemeinsam koordiniert werden. Für die A40 ist die Deges als Bundesplanungs- und Baugesellschaft zuständig, für die L677n wiederum Straßen NRW als Landesbetrieb.

Ortsumgehung: Klagen haben den Zeitplan verzögert

Da die Klagen aufschiebende Wirkung haben, ist der ursprüngliche Zeitplan aber mittlerweile obsolet. Wie also würde sich der A40-Ausbau konkret gestalten, wenn die Fahrbahnarbeiten beginnen oder gar beendet wären, der Oelpfad-Anschluss aber noch nicht realisiert werden kann?

„Lärmschutzwände, Entwässerung – wir bereiten baulich alles für einen Anschluss vor“, sagt der zuständige Deges-Planer Paul Rehbein. Angenommen, die A40-Fahrbahnen wären fertig und bei der L677n würde weiter keine Klarheit herrschen, dann würden Autofahrer auf Höhe Oelpfad vorerst durchgezogene Leitplanken passieren.

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Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass die bisherige Anschlussstelle Holzwickede verkehrstechnisch wie bisher geregelt würde. Rehbein korrigiert diesbezüglich ein Missverständnis bezüglich der final geplanten Auf- und Abfahrtsmöglichkeiten auf der Südseite: „In Richtung Unna wird man auch künftig von der Gemeindemitte kommend auffahren können. Wie bisher auch.“

Anschluss Oelpfad wäre eine „punktuelle Maßnahme“, die nicht lange dauern würde

Lediglich wer aus Richtung Dortmund kommt, soll künftig am Ende der Abfahrts-Rampe nur links gen Flughafen abbiegen dürfen. Aber erst, wenn auch der Anschluss Oelpfad tatsächlich hergestellt wäre. „Ist das gegeben, dann wäre die Abbindung eine punktuelle Maßnahme, die keine Bautätigkeit über Wochen erfordern würde“, so Rehbein.

In der Praxis würde man demnach die Verkehrsführung für Rechtsabbieger über eingezogene Bordsteine, entsprechende Beschilderung und eine angepasste Ampelanlage regeln. „So wollen wir den Durchgangsverkehr in Richtung Gemeindezentrum unterbinden“, sagt Rehbein.

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