Bahnhof Holzwickede: Durchstich hängt nicht nur von Fördermitteln ab

dzBahnhofsentwicklung

Aus dem ISEK-Förderrahmen ist der gewünschte Durchstich am Bahnhof Holzwickede momentan raus. An anderer Stelle wird die Umgestaltung des Areals aber vorangetrieben.

Holzwickede

, 22.05.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf Mittel aus dem ISEK-Städtebauprogramm kann die Gemeinde aktuell für Projekte nicht setzen. Das hat zuletzt dazu geführt, dass die Fraktionen darüber abstimmen mussten, so manches ISEK-Projekt gänzlich einzustellen, auf Eis zu legen oder aber ohne Fördermittel umzusetzen – mit Blick auf einen umgestalteten Festplatz von Louviers ein streitbarer Weg.

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Auf Eis liegen aktuell der Durchstich zwischen Bahnhof- und Stehfenstraße unter den Bahngleisen sowie ein angeschlossener Parkplatz für Bahnreisende auf der Nordseite. Diese Maßnahmen sind Teil der 2016 beschlossenen ISEK-Maßnahmen, sind im Vorjahr aber auch in ein frisches Konzept zur Bahnhofumgestaltung eingeflossen.

Dass die ISEK-Förderung vorerst ausgesetzt und im nächsten Jahr neu beantragt werden soll, kommt den Planungen zum Durchstich insofern entgegen, als das weiterhin eine Aussage der Deutschen Bahn zu zwei stillgelegten Gleisen fehlt. Die zugehörige Fläche müsste die Gemeinde kaufen, um den Durchstich zu realisieren.

„Es gab dazu Gespräche mit der Bahnentwicklungsgesellschaft und mit dem Städtebauministerium. Auf Landesebene ist unsere Sachlage hinterlegt“, sagt Bürgermeisterin Ulrike Drossel. Allein: Es hängt an der Bahn. Und die prüft momentan ihr Netz auf notwendige und nicht notwendige Gleise. „Da stehen wir auf einer Liste ziemlich weit hinten. Das wissen wir“, sagt Holzwickedes Wirtschaftsförderer Stefan Thiel.

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Einen Stillstand gibt es bei der Umsetzung des Gestaltungskonzeptes Bahnhof aber nicht. In den Planungen wäre ein Durchstich sowieso erst der zweite Schritt gewesen. Zunächst sollen die Bahnsteige durch eine Dachkonstruktion aufgewertet werden.

Hier lief in den vergangenen Wochen eine Ausschreibung, sollten sich interessierte Planungsbüros bewerben. Zwei Büros sind daraufhin vorstellig geworden und haben ihre Konzepte dargelegt. Laut Bauamtsleiter Uwe Nettlenbusch habe man bereits einen Favoriten, der den Zuschlag bekommt und dann die konkrete Planung übernimmt.

Neues Dach wird die Gemeinde etwas kosten

Die Kosten für die Ausschreibung wurden bis dato per Förderprogramm durch den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe übernommen. Auch für die weiteren Schritte bis hin zum Bau seien Fördermittel drin, so Thiel. Klar ist aber auch, dass die Gemeinde nicht ohne Eigenanteil an ein Dach für den Bahnhof kommt. Sobald das beauftragte Büro die konkrete Entwurfsplanung vollzogen hat, „wäre der nächste Schritt über die Baukosten zu sprechen“, so Thiel.

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