Personal-Sorgen bei der katholischen Kirche: Gemeindereferentin verlässt Holzwickede

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Die Gemeindereferentin der katholischen Kirche tritt eine neue Stelle an – und hinterlässt in Holzwickede eine Lücke. Noch ist unklar, wie sie gefüllt werden soll.

Holzwickede

, 23.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst vor wenigen Wochen hat die Gemeindereferentin der katholischen Kirchengemeinden in Holzwickede stolz die Urkunde für ihr bestandenes Diplom zur Eheberaterin präsentiert, jetzt hat Silke Klute sich für eine neue Herausforderung entschieden.

Die scheidende Gemeindereferentin tritt zum 1. November eine neue Stelle an. Den Arbeitgeber wechselt sie nicht: Sie wird in Soest die Stelle für Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Dekanate Soest, Werl und Hamm leiten, bleibt der katholischen Kirche, genauer gesagt dem Erzbistum Paderborn, also erhalten.

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In der katholischen Gemeinde in Holzwickede bedeutet das hingegen, dass eine personelle Lücke entsteht, die nach derzeitigem Stand möglicherweise nicht gefüllt werden soll. Wie Klute und Pastor Bernhard Middelanis unisono mitteilen, steht nämlich im Raum, dass die Stelle der Gemeindereferentin in Holzwickede nicht neu besetzt werden soll.

Offene Fragen nach Neuordnung im Pastoralen Raum

Wie es in diesem Fall in der Kirchengemeinde weitergehen soll, kann Middelanis noch nicht sagen. Diskussionen zur Struktur – auch zur personellen – in der katholischen Kirche sollten eigentlich noch in diesem Sommer geführt werden. Durch den Zusammenschluss der Fröndenberger, Unnaer und Holzwickeder Kirchengemeinden zu einem Pastoralen Raum ist nämlich zu Beginn des Jahres bereits eine Neuordnung in Kraft getreten, die einige Frage offen ließ.

Silke Klute ist derzeit noch Gemeindereferentin in den katholischen Gemeinden Liebfrauen und St. Stephanus, mittlerweile hat sie auch ihr Diplom als Ehe-, Familien- und Lebensberaterin – und hat sich erfolgreich auf eine neue Stelle in Soest beworben.

Silke Klute ist derzeit noch Gemeindereferentin in den katholischen Gemeinden Liebfrauen und St. Stephanus, mittlerweile hat sie auch ihr Diplom als Ehe-, Familien- und Lebensberaterin – und hat sich erfolgreich auf eine neue Stelle in Soest beworben. © Greis

Eigentlich, so erläutert Middelanis, sollten diesbezüglich noch vor den Sommerferien mehrere Treffen stattfinden, die bedingt durch die Corona-Krise aufs Ende dieses Jahres verschoben wurden.

Durch den Weggang Klutes könnten zumindest personelle Unklarheiten weiter verschärft werden. Middelanis hofft darauf, dass er in Zukunft auf Hilfe aus dem pastoralen Raum bauen kann. Was Klutes Arbeitsbereiche betrifft, so geht er Stand jetzt davon aus, dass er sich selbst mehr einbringen wird.

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Eigentlich stünde nämlich derzeit schon die Vorbereitung der Kinder auf die Erstkommunion an. Ein Vorgespräch mit den Eltern der Kinder sei ebenfalls wegen der Corona-Pandemie auf die Zeit nach den Ferien verschoben worden. Normalerweise hat sich die scheidende Gemeindereferentin um die Organisation gekümmert. Denkbar sei, dass Middelanis die Kinder in diesem Jahr über weite Strecken selbst vorbereiten wird.

Klute blickt zwiegespalten auf die Veränderung. Auf der einen Seite freue sie sich auf die Arbeit in der Beratungsstelle, auf der anderen Seite werde sie die Arbeit in der Gemeinde vermissen.

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