So wollen die heimischen Taxibetriebe neue Fahrer gewinnen

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Im September hat Taxi-Unternehmerin Nicole Steinberg aus Holzwickede alle Taxi-Betriebe aus dem Kreis an einen Tisch geholt. Der Kampf gegen den Personalmangel bedeutet aber viel Arbeit.

Holzwickede

, 10.11.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Jahren haben die heimischen Taxi-Betriebe Probleme. Wie Nicole Steinberg, inzwischen die einzig verbliebene Taxi-Unternehmerin in Holzwickede, bereits im September erklärte, hängt das nicht etwa mit einem Mangel an Kundschaft zusammen, sondern mit zu wenig Personal.

Schon vor acht Wochen hat sie den Entschluss gefasst, sich der Sache anzunehmen. Auf ihre Initiative hin haben sich fast alle Taxi-Betriebe aus dem Kreis getroffen und nach Lösungsansätzen gesucht.

Betriebe wollen bei der Prüfungsvorbereitung helfen

Schnell war klar: Es liegt an den Hürden für die Fahrerprüfung. Ortskenntnis, der richtige Umgang mit Kunden, solche Faktoren müssen vor der ersten Fahrt eben sitzen. Und damit tut sich ein Großteil der Bewerber schwer.

Aus diesem Grund möchte es die heimische Taxi-Branche den Bewerbern künftig etwas leichter machen. Zwar können sie ihnen die Hürden nicht nehmen. Dafür können die Unternehmen aber die Vorbereitung auf die Prüfung erleichtern.

Einen wichtigen Partner dafür haben die Taxi-Betriebe bereits gewinnen können. Das Logistik und Ausbildungszentrum (LAZ) in Holzwickede hat sich im Laufe der Gespräche bereit erklärt, zusätzlich zum bisherigen Angebot eine Qualifizierung für Taxi-Fahrer anzubieten.

Ausbildungsprojekt noch in der Planungsphase

Bewerber sollen sich dort schon bald auf ihre Tätigkeit vorbereiten können. Wie Steinberg erklärte, sei das Projekt derzeit aber noch immer in der Planungsphase. Ehe sie von der Qualifizierung im LAZ Nachwuchs fürs Taxi-Steuer erwarten kann, muss sie sich noch gedulden.

In der Zwischenzeit hat sich die Situation in ihrem Betrieb immerhin ein wenig entspannt. Zwei Bewerber hat sie eingestellt. Sie werden bald als Mietwagenfahrer für ihren Betrieb unterwegs sein, werden aber derzeit noch eingearbeitet.

Die Zahl der Fahrzeuge hat Steinberg kürzlich von zwei auf vier aufgestockt. Als einzig verbliebene Anbieterin in Holzwickede versucht sie, der Nachfrage in und um die Emscherquellgemeinde gerecht zu werden.

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Wie Steinberg erzählt, ist der Mangel an geeigneten Bewerbern aber auch dem Umstand geschuldet, dass der Beruf des Taxi-Fahrers kein allzu gutes Ansehen genieße. Steinberg bedauert das: „Es ist ein sehr schöner Job“, findet sie.

Vor allem alleinerziehende Mütter seien eine Zielgruppe, die die Taxi-Branche besser erreichen müsse. Dafür sei aber wichtig, dass die Betriebe einen möglichst flexiblen Umgang mit den jungen Müttern gewährleistet. Sie jedenfalls, sei dazu bereit.

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