Männlich, angestellt und aus Dortmund: Das ist der typische Einpendler nach Holzwickede

dzPendlerstatistik

Die Gemeinde Holzwickede bleibt unter Spitzenreitern, was die Einpendlerquoten im Land angeht: Sechs von sieben Arbeitnehmern wohnen nicht hier. Und die Statistik verrät noch mehr über sie.

Holzwickede

, 24.10.2019, 16:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im vergangenen Jahr war nur jeder siebte Arbeitsplatz in der Gemeinde mit Einheimischen besetzt. Das geht aus der aktuellen Pendlerstatistik des Statistischen Landesamtes hervor. Demnach zählten die Statistiker 1916 Arbeitnehmer, die in Holzwickede lebten und arbeiteten. 6723 Menschen verließen ihren Heimatort, um arbeiten zu gehen. Ungleich höher lag wie schon in den Vorjahren die Zahl der Einpendler.

Fast 11.500 Arbeitnehmer kommen von außerhalb

Wie aus dem Zahlenwerk hervorgeht, kamen 2018 jeden Tag 11.484 Arbeitnehmer von außerhalb in die Emschergemeinde, um hier zu arbeiten. Damit zählte Holzwickede einmal mehr zur landesweiten Spitze, was die Einpendlerquote betrifft. Die Gemeinde Merzenich bei Düren hatte mit 86,1 Prozent die höchste Quote, knapp dahinter lag mit 85,7 Prozent die Gemeinde Holzwickede. Mit deutlichem Abstand folgen Tecklenburg (77,5 Prozent) und Bönen (76,7 Prozent).

Drei von vier Einpendlern sind Männer

Von den insgesamt 10.814 Einpendlern sind der Statistik zufolge 303 Auszubildende, 219 Selbstständige und 148 Beamte – mit Abstand die meisten (94,2 Prozent) sind Arbeiter und Angestellte. Dabei sind Männer mit einem Anteil von 72,1 Prozent deutlich in der Überzahl. Und die meisten von ihnen kommen aus der Nachbarstadt Dortmund. Immerhin 120 kommen aus Essen und legen damit täglich über 40 Kilometer zurück – in der Statistik der weiteste der ausgewiesenen Wege.

Eco-Port einer der Hauptziele der Pendlerströme

Der Vielzahl an Dienstleistungsbetrieben im Gemeindegebiet wegen hat Holzwickede seit vielen Jahren eine hohe Einpendlerquote. Alleine im Gewerbegebiet Eco-Port finden sich nach Angaben der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Unna rund 100 Firmen mit über 1000 Beschäftigten. Und das Areal in unmittelbarer Nachbarschaft zum Flughafen hat nach wie vor nicht an Anziehungskraft verloren. Im Laufe des Jahres 2020 werden sich dort wohl sechs weitere Firmen ansiedeln.

Einheimische sind häufig Teilzeitbeschäftigte

Übrigens geht auch das aus der Statistik hervor: Vier von zehn Holzwickedern (41 Prozent), die auch in der Gemeinde arbeiten, sind Teilzeibeschäftigte. Im Vergleich mit den anderen Städten und Gemeinden im Kreis Unna liegt die Emschergemeinde damit allerdings eher am unteren Ende der Skala. Kreisweiter Spitzenreiter in dieser Statistik ist die Stadt Fröndenberg mit 48,3 Prozent.

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