Gastronomen müssen kontrollieren, ob ihre Gäste geimpft, genesen oder auf Corona getestet sind. Aber auch die Gastronomen selbst werden überprüft – vom Ordnungsamt. © dpa (Symbolfoto)
Coronavirus

Ordnungsamt und Polizei stehen häufiger bei Restaurants vor der Tür

Ob 2G oder 3G: Kontrollieren müssen Gastronomen ihre Gäste so oder so. Und auch die Betriebe werden kontrolliert. Das Holzwickeder Ordnungsamt berichtet, wie die Kontrollen laufen.

Eine Platzbegrenzung gibt es zwar nicht mehr, deshalb dürfen Gastronomen aber trotzdem nicht jeden Gast bewirten, der vor ihrer Tür steht. Je nachdem, welches Modell sie gewählt haben, müssen sie ihre Gäste auf 2G oder 3G kontrollieren. Damit die Gastronomen dieser Pflicht gewissenhaft nachkommen, führt das Ordnungsamt in Holzwickede gemeinsam mit der Polizei stichprobenartige Kontrollen durch. Dies geschieht im Rahmen der sogenannten Ordnungspartnerschaft, zu der sich Polizei und Ordnungsamt zusammengetan haben, um schwerpunktmäßig coronaspezifische Kontrollen durchzuführen.

Bei der Kontrolle der Gastronomen seien aktuell keine Verstöße festzustellen, teilt Torsten Doennges vom Ordnungsamt mit. Im Rahmen der Ordnungspartnerschaft gebe es wöchentliche Kontrollen im Gemeindegebiet, nicht immer werden Lokale und Restaurants angesteuert, berichtet Doennges. Man fahre aber darüber hinaus aber auch raus, wenn es Hinweise aus der Bevölkerung gibt. Aber auch die halte sich aktuell zurück. Zu den Hoch-Zeiten des Virus seien die Menschen deutlich sensibler für Verstöße gewesen, habe es mehr Meldungen gegeben.

Viele Gastronomen verwenden die CovPass-App

Ihre Kontrollen führen Polizei und Ordnungsamt stets offiziell durch, als Gast getarnt statten sie den Gastronomen keine Besuche ab, versichert Doennges. Stehen die Mitarbeiter vor der Tür, müssen Betriebe zunächst erklären, ob sie auf das 2G- oder 3G-Modell setzen und berichten, wie die Gäste kontrolliert werden. „In vielen Fällen wird auf die App verwiesen, weil die Verbreitung mittlerweile sehr weit fortgeschritten ist“, sagt Doennges.

Wird seitens der Ordnungshüter ein Verstoß festgestellt, können Strafen von bis zu 25.000 Euro drohen. So ist es in der aktuellen Corona-Schutzverordnung festgehalten. Allerdings wird hier nicht nach den verschiedenen Verstößen unterschieden. Eine Privatperson, die in einem Geschäft keine Maske trägt, ist in diesen Paragraf genauso eingeschlossen wie ein Gastronom, der seiner Kontrollpflicht nicht nachkommt.

Deshalb gibt es die Formulierung „bis zu 25.000 Euro“. Doennges betont, dass bei Gewerbetreibenden die Latte durchaus höher anzusetzen sei als bei Privatpersonen. Letztlich sei es aber eine Einzelfall-Entscheidung, auch wenn man auf Kreisebene versuche, eine einheitliche Linie zu fahren.

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