Egal wie groß der Ärger über die Flughafenparker ist: Aufkleber mit beleidigenden Inhalten sind keine konstruktive Lösung. © Michael Neumann
Meinung

Ordnungsamt, schlepp die Flughafenparker aus den Wohnstraßen ab!

Offenbar wütende Anwohner haben Autos von Flughafenparkern mit üblen Sprüchen beklebt. Das geht gar nicht, meint unser Autor, aber: Auch die Gemeinde Holzwickede ist verantwortlich.

Eigentlich gelten die Flughafenparker, die ihre Autos in den Wohngebieten nahe des Dortmunder Flughafens abstellen, in der Geschichte als Übeltäter. Die Wut der Anwohner ist berechtigt. Niemand möchte nach Feierabend hunderte Meter von seinem Wohnhaus entfernt parken müssen. Und das nur, weil der Parkplatz vor der eigenen Haustür von einem Geizkragen besetzt wird, der das Geld fürs Parkhaus sparen will und vielleicht sogar gerade seine Füße ins Meer hält.

Aber: Wer Autos beklebt und mit einer Sachbeschädigung auf dieses dreiste Verhalten reagiert, verlässt den Bereich des legitimen Protests und handelt asozial. Noch schlimmer: Er wird vom Opfer zum Täter.

Mehr Knöllchen und bei Verstößen viel öfter abschleppen

Der Vorgang offenbart allerdings noch ein anderes Problem: Anwohner, die zu solchen Mitteln greifen, scheinen sich in ihrer Wut dermaßen machtlos zu fühlen, keinen anderen Weg sehen, sich zu wehren.

Die Lösung des Problems liegt auf der Hand: Das Holzwickeder Ordnungsamt muss zwingend mehr Knöllchen verteilen und – wie es viele Politiker seit langem fordern – auch viel mehr abschleppen. Das schreckt ab und beruhigt die Anwohner im Holzwickeder Norden.

Über den Autor
Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
Zur Autorenseite
Carlo Czichowski

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.