Noch fairer in die Zukunft

dzRegionaltreffen Fair-Trade

Es war ein reger Austausch beim Regionaltreffen der Fair-Trade-Towns. Und es brachte ein Ergebnis: Auch der Kreis Unna möge Fair-Trade für sich entdecken. Ein Kontakt zum Landrat wird nun geknüpft.

Holzwickede

, 16.10.2018, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde Holzwickede war eine der ersten Kommunen des Kreises Unna, die Fair-Trade-Town wurde. Das war im Jahr 2013. Mittlerweile fehlt im gesamten Kreis Unna nur noch der Gemeinde Bönen die Zertifizierung. Und noch jemand ist bislang außen vor: der Kreis Unna selbst. Letzteres aber soll sich nun ändern, so jedenfalls wurde es bei dem regionalen Austauschtreffen verabredet. Manuela Hubrach hatte in Kooperation mit dem Informationszentrum Dritte Welt, dem Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung (Fuge) und dem Netzwerk Faire Metropole Ruhr in das Holzwickeder Rathaus eingeladen und aus dem gesamten Kreis Unna kamen 28 Frauen und Männer, die sich allesamt mit dem Thema fairer Handel beschäftigen. Hubrach ist bei der Gemeinde Holzwickede mit dem Thema betraut und unterstützt die Steuerungsgruppe.

Beim regionalen Arbeitstreffen mit dabei waren Marcos Da Costa Melo, Geschäftsführer Fuge Hamm, und Elisabeth Brachem von Faire Metropole Ruhr und der Fairtrade Ehrenbotschafter Manfred Holz. Gemeinsam mit den Fachleuten diskutieren die Teilnehmer die aktuelle Situation und überlegten, wie sie sich gegenseitig unterstützen können.

„Wir haben überall die gleichen Problemstellungen“, fasste Manuela Hubrach den Austausch zusammen. Als Beispiel nannte sie die Schwierigkeit, Händler davon zu überzeugen, fair gehandelten Produkte in ihren Läden anzubieten. Entscheidend seien da die Verbraucher, denn wenn sie die Produkte nachfragten, werden Händler sie auch in ihr Sortiment aufnehmen, waren die Fair-Trade-Akteuere überzeugt.

Elisabeth Brachem, so wurde beim Treffen abschließend verabredet, soll nun mit Landrat Michael Makiolla Kontakt aufnehmen. Der Landrat möge dann das Thema in den Kreistag einbringen. Der Kreistagbeschluss ist eine Bedingung dafür, dass der Kreis ein Fair-Trade-Kreis wird. Die Akteure zweifeln laut Hubrach nicht daran, dass der Kreis Unna die ansonsten noch nötigen Kriterien erfüllen kann.

Dass Holzwickede es schafft, 2019 rezertifiziert zu werden, daran hat Manuela Hubrach auch keinen Zweifel. Hoffnungen setzt sie in die nun neu verabredete Zusammenarbeit. So könnten letztlich auch Kindergärten und Schulen für die Sache interessiert werden.

Wer mehr über Holzwickede als Fair-Trade-Gemeinde wissen möchte, schaut auf die Homepage der Gemeinde unter www.holzwickede.de
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