Nicht komplett barrierefrei: So behindertenfreundlich soll die Schöne Flöte werden

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Weniger Hindernisse für Behinderte: Im Freibad Schöne Flöte stehen bis zum Sommer noch verschiedene Arbeiten auf dem Plan. Laut Verwaltung sind aber nicht alle Maßnahmen nötig.

Holzwickede

, 11.12.2019, 04:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass sich in der Schönen Flöte bis zur kommenden Sommersaison einiges ändern wird, ist schon lange bekannt. Zuletzt hat die Verwaltung der Gemeinde zusätzlich geprüft, inwieweit man das Freibad möglichst barrierefrei machen kann.

Im Betriebsausschuss zu Beginn der Woche stellte Stefan Petersmann, Chef der Wasserversorgung, das Ergebnis dieser Untersuchungen vor. Laut seinem Bericht sind nicht alle Maßnahmen zur vollständigen Barrierefreiheit der Schönen Flöte sinnvoll. In Sachen Behindertenfreundlichkeit soll sich aber dennoch etwas tun.

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So sollen etwa vier neue Parkplätze ausgewiesen werden. Zu den vorhandenen vier Stellplätzen für Menschen mit Handicap, die sich seitlich der Einfahrt und vor der Physio-Therapie befinden, sollen noch vier weitere geschaffen werden. Für 1000 Euro soll in der ersten Reihe des Parkplatzes die dafür nötige Beschilderung angebracht werden.

Schöne Flöte bekommt neuen Eingangsbereich

Beim Eingangs- und Kassenbereich will man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden: Dort soll der Umbau zur Barrierefreiheit nämlich auch dazu genutzt werden, den Kassenablauf zu verbessern. Im gleichen Atemzug soll dann eine Sprechanlage installiert werden und außerdem auch neue Schubladen zum Geldwechseln.

Im Außenbereich sollen zusätzlich die Geländer von zehn Treppen erhöht werden. Kostenpunkt: 15.000 Euro. Zudem sollen einige Aufgänge mit zusätzlichen Geländern ausgestattet werden.

Keine Vorfahrt für Behinderte vorgesehen

Neben diesen Arbeiten gibt es aber auch einige Dinge, die dem Bericht zufolge als nicht sinnvoll eingestuft wurden. So verzichtet man darauf, vor dem Eingang eine Vorfahrtmöglichkeit zum Ein- und Aussteigen für Behinderte zu bauen. Das könne gerade für junge Gäste zu einem Sicherheitsrisiko werden, sei außerdem auch gar nicht notwendig, wenn recht nah die vier weiteren Parkplätze entstehen sollen.

Ebenso wenig soll die Behindertentoilette verändert werden: Sie wurde zuletzt bereits barrierearm umgebaut. Völlige Barrierefreiheit wäre nicht nur ziemlich kostspielig, sondern auch umständlich.

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Beim Ziel, das Freibad für Sehbehinderte freundlicher zu gestalten, wird außerdem etwa von taktilen Leitsystemen für die Orientierung abgesehen. Wie Petersmann erklärte, werde stattdessen die Haus- und Badeordnung mit Regeln für Menschen, die der Hilfe anderer bedürfen, ergänzt. So sollen eingeschränkte Menschen ohnehin nur in Begleitung ins Freibad dürfen, mit dessen Unterstützung sie sich auch in der Schönen Flöte zurecht finden sollen.

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