Die Idee, der Nordschule einen neuen Namen zu geben, stößt in der Gemeinde erwartungsgemäß auf geteiltes Echo. © Marcel Drawe
Diskussion um Umbenennung

Neuer Name für Nordschule: Grünen-Ratsmitglied sieht Entscheidung bei der Schule

Soll die Nordschule einen neuen Namen bekommen? In der Diskussion sieht ein Ratsmitglied der Grünen die Schulpflegschaft, Schulkonferenz und Kollegium als entscheidende Meinungsträger.

Letztlich liege eine Entscheidung über einen Namenswechsel zwar beim Schulträger in Abstimmung mit der Politik, für Grünen-Ratsmitglied sind in der Debatte um den Namen der Nordschule aber in erster Linie die Meinungen aus dem Umfeld der Schule maßgebend. Schulleitung und Kollegium sowie Schulpflegschaft müssten eine entsprechende Entscheidung letztlich „auch tragen, leben und umsetzen“, so Klemp.

Für die vergleichsweise geringen Anmeldezahlen macht er zum einen einen fehlenden Kita-Standort im Norden aus, aber auch eine in den vergangenen Jahren fehlende Kontinuität in der Schulleitung, die erst seit Dienstbeginn von Claudia Paulo im Jahr 2018 ein Ende fand.

Vor aktueller Leitung kaum Kontinuität auf Führungsebene

„Nach der Pensionierung von Frau Rissiek als Schulleiterin, war die Stelle oft unbesetzt und dreimal in der Zeit neu besetzt worden. Jede Schulleitung hat eine pädagogische Philosophie und ganz wichtig, sie muss eine Repräsentanz und Verbundenheit mit dem Ort aufbauen“, so Klemp. Dafür sei vor Paulos Dienstantritt kaum Zeit geblieben. Dabei sei die pädagogische Arbeit des Kollegiums, wie auch an den anderen Schulen, sehr bemerkenswert.

„Dass eine Namensgebung Sinn machen kann, zeigt das Beispiel der Josef-Reding-Hauptschule, wenn der Name aktiv mit der Person als Patin oder Pate gelebt werden kann“, so Klemp.

„Dass eine Namensgebung Sinn machen kann, zeigt das Beispiel der Josef-Reding-Hauptschule, wenn der Name aktiv mit der Person als Patin oder Pate gelebt werden kann.“

Grünen-Ratsmitglied Friedhelm Klemp

Er selbst habe sich damals zwar für eine Gesamtschule eingesetzt. „In der heißen Diskussionsphase konnte die Hauptschule den Schriftsteller Josef Reding für sich als Pate gewinnen. Dieses wurde mit großer Aufmerksamkeit erfüllt“, so der Grünen-Politiker.

Bis zu seinem Tod Anfang 2020 habe sich Reding stets mit der Schule identifiziert und sei in all den Jahren ein großer Gewinn für die Schule „und auch als Repräsentant für unsere Gemeinde“ gewesen. „Eine lebende Persönlichkeit, mit pädagogischer oder sozialer Zielrichtung wäre sicher ein Gewinn für die Schule und für unsere Gemeinde“, so Klemp weiter.

Die Idee der Gemeinde als Schulträger, einen neuen Namen für die Nordschule zu suchen, hat nach Bekanntgabe im vergangenen Schulausschuss vor den Osterferien für entsprechende Reaktionen auch aus der Bürgerschaft gesorgt. In einem nächsten Schritt will die Verwaltung nun eben mit der Schule selbst ausloten, ob eine Namensänderung denkbar ist. Bürgermeisterin Ulrike Drossel hatte eine lebhafte Diskussion rund um das Thema zuletzt begrüßt.

Über den Autor
Redaktion Holzwickede
Jahrgang 1985, aufgewachsen auf dem Land in Thüringen. Fürs Studium 2007 nach Dortmund gekommen. Schreibt über alles, was in Holzwickede passiert. 17.000 Einwohner mit Dorfcharakter – wie in der alten Heimat. Nicht ganz: Dort würden 17.000 Einwohner locker zur Kreisstadt reichen. Willkommen im Ruhrgebiet.
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Christian Greis
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