Neuer Kiosk fürs Freibad muss vorerst vor der Schönen Flöte geparkt werden

dzZufahrt zu eng

Zum Glück vergehen bis zur Freibadsaison noch einige Wochen: Ein neuer Kiosk für das Freibad Schöne Flöte steht zwar im wahrsten Wortsinn vor der Tür – kommt momentan aber nicht durch.

Holzwickede

, 02.03.2020, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ursprünglich war eine neue Kiosk-Lösung schon im Vorjahr vorgesehen. Lieferprobleme beim Hersteller sorgten dann aber für eine Verzögerung und dafür, dass der Kioskbetrieb zunächst wie gewohnt weitergeht. Das wird in der kommenden Saison definitiv nicht der Fall sein: Das vor Ort ansässige Fitnessstudio Fit‘n‘Well hat die Räumlichkeiten übernommen und baut bereits um.

Snacks und Getränke sollen im Freibad künftig aus einem speziell dafür angefertigten Container verkauft werden. Das ist nötig, weil das Kreisgesundheitsamt einen langfristigen Betrieb des alten Kiosks verweigert hätte. Rund 20.000 Euro sieht das Budget der Wasserversorgung dafür vor.

Schwarzer Kiosk-Container parkt vorerst vor dem Freibad

Lieferprobleme hat der Hersteller aus den Neuen Bundesländern aber weiterhin, wenn auch in anderer Form: Der schwarze Verkaufscontainer ist mittlerweile in Holzwickede eingetroffen und parkt quasi vor dem Eingang. „Die zuständige Firma ist auch für den Transport zuständig. Wir hatten mehrmals darauf verwiesen, dass es eng ist vor Ort“, sagt Stefan Petersmann, Betriebsleiter der Holzwickeder Wasserversorgung.

Bei Anlieferung mit einem Schwertransporter wurde dann aber klar: Das passt nicht. Man habe sich dann vorerst mit dem Unternehmen geeinigt, den Container auf dem Parkplatz zwischenzulagern. „Den klaut da keiner weg, also haben wir gesagt, stellt ihn da hin, da frisst er kein Brot“, sagt Petersmann.

Zum jetzigen Zeitpunkt sieht er den Container vor statt in der Schönen Flöte gelassen. „Ich kann da locker mit leben, wenn er da noch vier oder auch sechs Wochen steht.“

Keine Eile bei der Suche nach einer Lösung

Aktuell habe man entsprechend Zeit, um über eine möglichst verträgliche Lösung nachzudenken. „Die große Lösung wäre ein 70-Tonnen-Kran. Aber auch das ist wegen des Untergrunds vor Ort schwierig“, sagt Petersmann. Vereinbart mit dem Hersteller ist jedenfalls: Lieferung bis aufs Gelände. Also sieht man den Lieferanten bei der Gemeinde auch in der Pflicht.

Denkbar sei auch, dass man im Bereich der Zufahrt einige Bäume beschneidet. Mit 1. März gilt nach Bundesnaturschutzgesetz prinzipiell aber ein Beschneidungsverbot bis Oktober. Auch die Baumschutzsatzung der Gemeinde müsste beachtet werden. Stefan Petersmann ist sich bewusst, dass man sensibel vorgehen muss. „Jeder Protagonist will vermeiden, dass hier Bäume unnötig beschnitten werden.“

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