Netzwerken und den fairen Handel unterstützen

dzFair-Trade-Town Holzwickede

Seit Holzwickede 2013 zur Fairen Gemeinde wurde, hat sich viel getan. Im kommenden Jahr steht die Rezertifizierung an. Jetzt gibt es ein Treffen, bei dem sich regionale Akteure austauschen.

Holzwickede

, 09.10.2018, 14:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Holzwickede ist eine Faire Gemeinde und möchte es auch bleiben. Ein Austauschtreffen soll das Engagement nun ein wenig einfacher machen für alle Akteure.

Das Engagement in der Bürgerschaft war groß, als es vor Jahren darum ging, aus Holzwickede eine Fair-Trade-Town zu machen. Den fairen Handel unterstützen, Menschen in Entwicklungsländern eine Chance bieten, ihre Produkte zu gerechten Preises verkaufen zu können, Kleinbauern fördern und so die Existenzen vieler Familien zu sichern. Das war und ist das Ziel. Die Holzwickeder wollten dabei sein und sind es noch heute. 2013 gipfelten diese Bemühungen in der Zertifizierung. Seit fünf Jahren ist Holzwickede also nun schon eine Gemeinde, die den fairen Handel unterstützt. Es steht nun bereits die zweite Rezertifizierung an.

Es ist Manuela Hubrach, die sich in der Verwaltung um das Thema Fair-Trade-Town kümmert. Und sie hat nicht nur vor einem Jahr bei dem ersten regionalen Austauschtreffen auf der Ökologiestation in Bergkamen-Heil teilgenommen. Hubrach hat die Akteure nun nach Holzwickede eingeladen. Bei dem regionalen Austauschtreffen handelt es sich um eine Kooperationsveranstaltung vom Informationszentrum Dritte Welt, dem Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung und dem Netzwerk Faire Metropole Ruhr. Und diesmal ist die Emschergemeinde Einlader. Manuela Hubrach erhofft sich einen regen Austausch von Ideen und Erfahrungen. Sie hofft, dass sich ein Netzwerk bildet und die Akteure voneinander profitieren können. Eine gemeinsame Veranstaltung, so erklärt sie, könnte daraus entstehen. „Es muss ja nicht jeder das Rad neu erfinden“, freut sich Hubrach, dass sie 30 Zusagen für den Austausch am 11. Oktober bekommen hat. Die Akteure kommen aus der Region, wobei im Kreis Unna beinahe alle Kommunen Fair-Trade-Towns sind. „Kamen ist faire Stadt seit September“, sagt Hubrach und berichtet, dass die Gemeinde Bönen kurz vor der Zertifizierung stehe.

Das Programm des Austauschtreffens sieht nach der Begrüßung Vorträge und viel Zeit zur Diskussion vor.

Dass Holzwickede es schafft, 2019 rezertifiziert zu werden, daran hat Manuela Hubrach keinen Zweifel.

Es gilt erneut die Kriterien zu erfüllen, die vor fünf Jahren zur Zertifizierung erfüllt werden mussten. Der Ratsbeschluss muss nicht neu gefasst werden. Kriterium Nummer zwei: Bei öffentlichen politischen Sitzungen müssen mindestens zwei fair gehandelte Produkte serviert werden. Das wird mittlerweile mit Kaffee, Zucker und Tee aus fairem Handel übererfüllt. Kriterium Nummer drei: Eine mindestens dreiköpfige Steuerungsgruppe musste ins Leben gerufen werden, um die Aktivitäten zu koordinieren. Es gibt sie.

Eine Faire Gemeinde muss zudem in den Schulen, in den Vereinen und den Kirchengemeinden den fairen Handel leben. Auch das ist so. Und dann sind da noch die Händler, die faire Produkte anbieten müssen und ein rege Öffentlichkeitsarbeit. Und auch das wird beides erfüllt.

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