Ein unachtsamer Moment und schon ist es passiert: Der Hund hat einen Giftköder gefressen. In Holzwickede geschieht sowas eher selten, trotzdem sollen Bürger ihre Augen offenhalten. © Maurizio Gambarini/dpa
Giftköder

Nach Giftköder-Fund: Ordnungsamt rät Holzwickedern zur Wachsamkeit

Nachdem in Holzwickede mehrfach Giftköder gefunden worden sind, ruft das Ordnungsamt zur Vorsicht auf. Besonders der Fundort gibt Anlass zur Sorge.

Ein gemütlicher Spaziergang mit dem Vierbeiner kann manchmal zur Gefahr werden, wenn Unbekannte wieder Giftköder auf beliebten Gassirunden auslegen. Vergangenes Wochenende erwischte es einen Hund in Holzwickede sogar in seinem eigenen Garten. Daraufhin gaben die Hundebesitzer über die sozialen Medien eine Warnung für das Gebiet rund um die Vinckestraße, Bahnunterführung und die angrenzenden Schrebergärten aus.

Vorerst dürften alle Hundebesitzer allerdings wieder aufatmen können: Das Ordnungsamt war noch am Montag rausgefahren, um nach weiteren Ködern in den Straßen zu suchen. „Wir sind noch ein paar Mal vor Ort gewesen, haben aber zum Glück keine weiteren Köder gefunden“, sagt Torsten Doennges, stellvertretender Ordnungsamtsleiter. Auch im Gespräch mit anderen Hundehaltern sei niemandem mehr etwas aufgefallen.

Ungewöhnliche Lage für Giftköder

Doennges sorgt sich vor allem über die Lage des neuen Köders. „Das war seit langer Zeit das erste Mal wieder überhaupt so eine Meldung“, sagt er. Den letzten Fall hätten sie im vergangenen Jahr in Opherdicke gehabt. „Das ist ja durchaus eine menschenleere Gegend.“

Anders dieses Mal, denn der Köder ist in einem Privatbereich in einer dicht besiedelten Gegend gefunden worden. „Und das, wo coronabedingt viele Zuhause sind und auch mal aus dem Fenster gucken könnten. Das wundert mich schon stark, dass dort etwas ausgelegt wurde.“

Die Suche nach einem Schuldigen gestaltet sich dennoch schwierig. „Wer die Köder ausgelegt hat, lässt sich kaum nachvollziehen.“ Das Ordnungsamt gibt Funde wie den in Opherdicke im Regelfall an das Veterinäramt weiter, damit zumindest die Art des Giftes untersucht werden kann.

Bürger sollen Augen offen halten

Dennoch sei es wichtig, dass neben Warnung in den sozialen Medien auch das Ordnungsamt verständigt werde. Anrufe, die sich im Nachhinein als falsche Panikmache erwiesen hätten, konnte das Ordnungsamt bislang noch nicht verzeichnen. „Nur manchmal ist das gemeldete Gebiet einfach zu groß, sodass wir das nicht alles abfahren können.“

Doennges ist froh, dass sich die Meldungen über Giftköder in Holzwickede in Grenzen halten. „Wir haben glücklicherweise bislang überhaupt nur wenige Fälle gehabt und da sind wir auch froh drum.“ Das Auslegen solcher Köder ist in seinen Augen ein Unding. „Ich kann nur an die Bürger appellieren, die Augen offenzuhalten, wenn sie unterwegs sind.“

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg / Holzwickede
Jahrgang 1995, aufgewachsen am Rande Mendens mit mehr Feldern als Häusern drumherum. Zum Studieren nach Köln gezogen, 2016 aber aus Sehnsucht ins Sauerland zurückgekehrt. Hat in der Grundschule ihre Liebe ans Schreiben verloren und ist stets auf der Suche nach spannenden Geschichten.
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Lisa Dröttboom

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