Nach Corona-Fall: CSG-Schulleiterin äußert sich zur angespannten Lage

dzCoronavirus

Nachdem der erste bestätigte Corona-Fall am Clara-Schumann-Gymnasium bekannt geworden ist, äußert sich die Schulleiterin darüber, wie es am CSG jetzt weitergeht.

Holzwickede

, 16.09.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Coronavirus hat in Holzwickede erstmals den Bildungssektor erreicht. Neben der Nordschule gibt es auch eine bestätigte Infektion am Clara-Schumann-Gymnasium. Für zwei ganze Holzwickeder Schulklassen und mehrere Lehrkräfte hat das Gesundheitsamt des Kreises Unna eine Quarantäne verhängt.

Jetzt lesen

Am CSG hat man die Nachricht am Folgetag verhältnismäßig gut verdaut. Für die Schulleitung standen zu Beginn der Woche vor allem zwei Ziele im Vordergrund: Ein möglichst unkomplizierter Austausch mit dem Kreis Unna und ein bestmöglicher Informationsfluss zu Eltern, Schülern und dem Kollegium.

Laut CSG-Schulleiterin Andrea Helmig-Neumann hat das sehr gut geklappt: „Das Gesundheitsamt hat uns sehr schnell informiert“, berichtet sie. Und auch von Elternseite sei bisher keine kritische Stimme am CSG vernommen worden.

Aktuelle Informationen werden auf der Internetseite des CSG aktualisiert

„Natürlich ist da eine gewisse Besorgnis“, sagt die Schulleiterin. Daher sei es ihr besonders wichtig gewesen, dass alle Seiten bestens informiert sind. Aus diesem Grund hat sie auf der Internetseite der Schule alle vorliegenden Fakten zeitnah aktualisiert – auch auf Wunsch einzelner Eltern.

Auf der anderen Seite, so findet sie, gebe es keinen Grund in Panik zu verfallen. Im Gegenteil: „Wir gehen mit der Corona-Pandemie seit Februar um. Seitdem hat uns das Thema zu keinem Zeitpunkt in Ruhe gelassen“, erklärt sie.

Jetzt lesen

Corona und Schule

Zwei Schulklassen in Quarantäne

  • Wie das Kreisgesundheitsamt am Mittwoch mitteilte, sollen alle Betroffenen der Corona-Fälle an den Holzwickeder Schulen für zwei Wochen in Quarantäne bleiben – egal ob ihr Corona-Test positiv oder negativ ausfallen wird.
  • Zwar nennt das Das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite bei einem negativen Test einen empfohlenen Quarantäne-Zeitraum von zehn Tagen, beim Kreis Unna hat man sich aber weiterhin auf die 14-Tage-Regelung verständigt.

Die Schule setze seit der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts nach den Sommerferien alle Vorschriften um, die in der Coronaschutzverordnung geregelt sind. „Wir tun alles Mögliche und investieren seit Monaten sehr viel Kraft darin, Infektionen zu vermeiden“, versichert sie.

Wer sich in der Schule fortbewegt, trägt eine Maske

Noch immer gelte das schuleigene Hygienekonzept. Danach gilt am CSG nach wie vor der Grundsatz: Sobald sich jemand bewegt, trägt er eine Maske. Sitzt er im Unterricht an seinem Platz, setzt die Schulleitung auf Vernunft und Eigenverantwortung.

Hinzu kommen auf den Gängen des Gebäudes Einbahnstraßenstraßenregelungen, um Begegnungen zu vermeiden. „Auf diese Pflichten wird strikt geachtet“, erklärt Helmig-Neumann, und findet: „Mehr kann man gar nicht machen“.

Sie kommt zu dem Fazit: „Die Covid-Infektion holt man sich wahrscheinlicher im privaten Bereich als in der Schule.“ Am Mittwoch wurden jedenfalls alle Betroffenen der Quarantäne im geschlossenen Schülercafé durch das Gesundheitsamt getestet. Für sie alle gilt aber: Sie müssen jetzt für zwei Wochen zuhause bleiben.

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Kanalnetz
„Nicht hinnehmbar“: Fünf Millionen Euro teures Abwasser-Konzept wirft Fragen auf
Hellweger Anzeiger Wohnpark Emscherquelle
Stau in der Ortsmitte vermeiden: Wohin mit dem Verkehr aus dem neuen Wohngebiet?
Hellweger Anzeiger Corona-Pandemie
Button-Aktion bringt über 1000 Euro für die Coronahilfe der Aktion Lichtblicke
Hellweger Anzeiger Corona-Pandemie
Neue Corona-Fälle in Bergkamen, Unna und Werne – Neuer Fall an Berufskolleg