Nach Aldi-Umbau am Bahnhof: Grüne plädieren für mehr Wohnungen über Discountern

dzWohnraum

Discounter bauten über Jahre hinweg ihre Filialen ausschließlich einstöckig. Die Grünen in Holzwickede wollen sie künftig mittels Bauleitplanung verpflichten, mehrstöckig zu bauen.

Holzwickede

, 05.11.2019, 11:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zuletzt diskutierte die Politik über die Neugestaltung der Bahnhofsregion. Die Bündnisgrünen beschäftigen sich momentan unter anderem mit Möglichkeiten zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums. In diesem Punkt sehen sie Nachholbedarf. Im Zuge des Aldi-Umbaus an der Stehfenstraße hätte sich Grünen-Fraktionschef Friedhelm Klemp vor allem eines gewünscht: Mehr Wohnungen für die Gemeindemitte.

Bei Netto und Rossmann an der Hauptstraße seien vor einiger Zeit Wohnungen mit attraktiver Lage weggebrochen, für die es bisher keinen Ersatz gab. Klemp merkte in der vergangenen Sitzung des Planungs- und Bauausschusses an, dass die Gemeinde nicht zu leichtfertig mit der Versiegelung von Boden umgehen sollte.

Bauleitplanung für künftige Projekte von Discountern

„Man könnte jetzt in die Diskussion einsteigen, wie man die Discounter dazu bewegen kann, künftig mehrstöckig zu bauen“, sagt Klemp. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen brachte hierzu eine Bauleitplanung ins Spiel.

Nach Aldi-Umbau am Bahnhof: Grüne plädieren für mehr Wohnungen über Discountern

Dort sind vor einiger Zeit einige Wohnungen weggebrochen: Am Netto an der Hauptstraße. © Carlo Czichowski

Beim Aldi-Umbau an der Stehfenstraße hätte man das bereits umsetzen können, „aber da war kein politischer Druck da“, erklärte Klemp auf Nachfrage. „Dabei ist die Lage optimal.“ Gerade Single-Wohnungen könnte die Gemeinde an solchen Stellen gut gebrauchen. Das ist bisher zwar nicht ermittelt worden. Wie Klemp anregte, könne man etwa mit IHK und Immobilienfirmen analysieren, welche Wohnungen in den nächsten Jahren in der Gemeindemitte benötigt werden.

Großstädte schreiben ihnen vor, in die Höhe zu bauen

In den vergangenen Jahren hätten viele Discounter ihre Filialen nach dem selben Konzept gebaut. Diese sahen vor allem einstöckige Gebäude vor. Davon seien sie inzwischen aber weitestgehend abgerückt. In vielen Großstädten schreibt man Aldi und Co. seit geraumer Zeit vor, weiter in die Höhe zu bauen.

„In diesen Städten ist die Wohnsituation natürlich etwas anders“, sagt Klemp. Was in diesen Städten klappt, so ist er sich sicher, kann auch in Holzwickede funktionieren. Ins Auge gefasst hat er dabei vorwiegend die Gemeindemitte. Dort müsse man „sensibel mit Boden umgehen“.

Rewe-Filiale an der Hauptstraße ist gelungenes Beispiel

Als gelungenes Beispiel nannte Klemp die Rewe-Filiale an der Hauptstraße. Dort befinden sich im Obergeschoss mehrere Wohnungen. Das wünscht er sich auch bei künftigen Neu- oder Umbauten von Discountern.

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