Der Bauspielplatz des Treffpunkt Villa konnte als eine von wenigen Aktionen in diesem Jahr unter strengen Auflagen stattfinden. © Udo Hennes
Jugend in Holzwickede

Nach abgesagten Aktionen für die Jugend: Ortsjugendring Holzwickede bittet um Hilfe

Abgesagte Veranstaltungen, anfallende Stornogebühren, angeschafftes Equipment - Vereine, die Aktionen für die Jugend geplant hatten, bitten die Gemeinde um finanzielle Unterstützung.

Das Coronavirus sorgt für ein Jahr, in dem es eine Veranstaltungsabsage nach der nächsten regnet. Das belastet nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Kinder, die sich sonst auf zahlreiche Angebote – mitunter in den Sommerferien – gefreut hatten.

Für die Vereine und Verbände, die solche Aktionen wie das Sommerferienprogramm geplant hatten, bedeutet das im Umkehrschluss aber nicht, dass ihnen in diesem Jahr keine Kosten angefallen sind. Der Ortsjugendring Holzwickede hat deshalb einen Antrag auf Unterstützung von Vereinen und Verbänden in Zeiten der Corona-Pandemie im Ausschuss für Jugend, Familie Senioren und Gleichstellung gestellt.

„Die vielen Kinder und Jugendlichen sind von der Krise besonders hart getroffen“, sagt Jonas Beckmann, erster Vorsitzender des Ortsjugendrings. Schon im Mai bat er die Gemeinde deshalb um die Erarbeitung eines Konzeptes zur Durchführung von Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien.

Veranstaltungen mussten abgesagt werden

Corona machte es unmöglich. Seit April wird die Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen im fast zweiwöchigen Rhythmus mit nicht oder nur schwer vorhersehbaren Änderungen neu erlassen oder verlängert. Aufgrund dieser Planungsunsicherheit hatte die Gemeinde beschlossen, alle öffentlichen Veranstaltungen bis zum 31. Oktober abzusagen.

Betroffen von den Regelungen waren auch viele Aktionen und Freizeiten für Kinder und Jugendliche. Der Ferienspaß in Holzwickede etwa fand 2020 nur in stark reduzierter Form statt. So konnte zum Beispiel der Treffpunkt Villa den Bauspielplatz als kleine Ferienfreizeit unter Beachtung der strengen Hygienemaßnahmen veranstalten.

Frühzeitiges Planen verursacht Kosten

Jugendfreizeiten mussten jedoch im Großen und Ganzen in diesem Jahr abgesagt werden. Durch frühzeitiges Planen seien jedoch Kosten wie Stornogebühren oder angeschafftes Equipment entstanden.

Die Entscheidung über eine Unterstützung könnte im kommenden Ausschuss am 26. Oktober noch einmal vertagt werden. Am 18. November tagt nämlich der Jugendhilfeausschuss des Kreises Unna. Ein Tagesordnungspunkt auf der Liste sind hierbei die Übernahme von Kosten bei nicht stattgefundenen Jugendfreizeiten und -veranstaltungen.

Die Gemeinde empfiehlt dem Ausschuss, den Antrag des Ortsjugendrings zurückzustellen und die Entscheidung im Kreis abzuwarten. Je nachdem, wie diese ausfällt, könnte der Antrag dann noch einmal in der letzten Ratssitzung des Jahres behandelt werden.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg / Holzwickede
Jahrgang 1995, aufgewachsen am Rande Mendens mit mehr Feldern als Häusern drumherum. Zum Studieren nach Köln gezogen, 2016 aber aus Sehnsucht ins Sauerland zurückgekehrt. Hat in der Grundschule ihre Liebe ans Schreiben verloren und ist stets auf der Suche nach spannenden Geschichten.
Zur Autorenseite
Lisa Dröttboom

Unna am Abend

Täglich um 18 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt