Nach 33 Jahren gibt es einen neuen Vertrag für die Städtepartnerschaft

dzHolzwickede und Weymouth

33 Jahre lang pflegte Holzwickede mit Weymouth and Portland eine Städtepartnerschaft. Jetzt musste die Freundschaft erneuert werden, weil das Dreierbündnis aufgehoben wurde.

von Jennifer Freyth

Holzwickede

, 13.09.2019, 15:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vieles ist ungewiss, die Zukunft völlig offen – doch eines ist sicher: An ihrer Freundschaft wollen Holzwickede und Weymouth nicht rütteln. Am Freitag haben sie ihre Partnerschaft bekräftigt und den entsprechenden Vertrag erneuert.

Nach 33 Jahren – so lange sind die Kommunen schon befreundet – wäre das eigentlich gar nicht nötig. Doch auf englischer Seite haben sich die Rahmenbedingungen geändert. Bislang gehörte zu Weymouth auch Portland, bildeten „Weymouth and Portland“ einen Verwaltungsbezirk in der englischen Grafschaft Dorset.

Bürgermeisterin bedauert den Bruch mit Portland

Nach einer kommunalen Neustrukturierung im April aber gehen Weymouth und Portland getrennte Wege. Sie stehen nun unter eigenständigen Verwaltungen. Das hat Auswirkungen auf die Beziehung zu Holzwickede: Der neue Partnerschaftsvertrag sieht nur noch eine Freundschaft zwischen Holzwickede und Weymouth vor. So setzten am Freitag mit Ulrike Drossel und Graham Winter auch lediglich die Bürgermeister dieser beiden Kommunen ihre Unterschriften unter die neue Urkunde.

„Die Trennung zu akzeptieren, ist schwer“, sagt Ulrike Drossel, die das Aus der bisherigen Dreier-Freundschaft sehr bedauert. Das gilt auch für Weymouths Bürgermeister, der den Bruch selbst gar nicht richtig versteht. „Wahrscheinlich finanzielle Gründe“, mutmaßt er. Er will die Hoffnung aber nicht aufgeben, dass Portland irgendwann wieder zurückkehrt in den Dreierbund. „Von unserer Seite aus stehen alle Türen offen“, betonte er im Gespräch mit der Redaktion.

Unterzeichnung der Urkunden ist Höhepunkt

Knapp 60 geladene Gäste wohnten dem Festakt zur Erneuerung der Freundschaft im Forum im Schulzentrum bei, hörten Reden der beiden Bürgermeister, der Vorsitzenden des Deutsch-Britischen Clubs, Ilona Lienkamp, und des Vorsitzenden der Twinning-Society, Fred Flack sowie des Vorsitzenden des Ortsverbandes kultureller Vereine, Peter Wehlack.

Höhepunkt war schließlich die Unterzeichnung der Urkunden, mit denen sich Holzwickede und Weymouth verpflichten, die gegenseitige Verständigung zwischen den Kommunen zu fördern, Aktivitäten zu unterstützen und vor allem junge Menschen für die grenzenlose Freundschaft zu begeistern.

„Ein Vertrag ist aber nicht alles. Am Ende sind es die Menschen, die eine Partnerschaft mit Leben füllen“, brachte es Peter Wehlack auf den Punkt. Angesichts der engagierten Menschen in Weymouth und Holzwickede ist sich der Vorsitzende des Ortsverbandes kultureller Vereine aber sicher, dass die Städtefreundschaft noch viele gute Jahre vor sich hat.

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