Vor Haus Opherdicke steigt zwischen dem 22. und 24. Juli eine Premiere: Der Kreis Unna lädt zur Sommerbühne. © Greis
Corona-Lockerungen

Museum auf Haus Opherdicke will kommende Woche öffnen

Liegen die 7-Tages-Inzidenzwerte unter 100 sind ab 8. März in bestimmten Bereichen Corona-Lockerungen möglich. Der Kreis Unna wird das Museum auf Haus Opherdicke öffnen. Der kleine Nachbar bleibt indes zu.

Ob während der verschneiten Tage im Februar oder kurz darauf während der ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres: Haus Opherdicke war zuletzt bereits gut besucht. Ein Gang durch den Skulpturenpark, Sonne tanken auf den Bänken südlich des Wasserschlosses mit Blick gen Sauerland – das war und ist möglich.

Und wer Kopfhörer und ein internetfähiges Smartphone dabei hat, konnte sich zuletzt bereits auf eine halbstündige Audio-Tour mit der Künstlerin Johanna Steindorf im Ohr auf dem Gelände machen. „Natur ist unsichtbar“ heißt ihr Projekt, für das im Eingangsbereich des Museums ein sogenannter QR-Code mit der Handykamera gescannt wird, um die Datei abzuspielen.

Ab kommenden Dienstag, 9. März, sollen sich dann aber auch wieder die Türen ins Museum selbst öffnen. Auch wenn die konkrete Coronaschutzverordnung für NRW wohl erst im Laufe des Freitags veröffentlicht wird: Es ist absehbar, dass NRW die am Mittwochabend festgelegten Beschlüsse zu Öffnungsstufen aus der Runde von Kanzlerin und Ministerpräsidenten übernimmt.

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Für den Museumsstandort des Kreises in Opherdicke bedeutet das konkret bei aktuellen Wochen-Inzidenzwert für den Kreis Unna von 68,4: Mit vorheriger Terminbuchung ist eine Öffnung möglich. „Wir dürfen aufgrund der Ausstellungsfläche voraussichtlich zeitgleich bis zu acht Besucherinnen und Besucher einlassen“, sagt Kreis-Sprecher Max Rolke.

Geplant ist, jeweils halbstündige Zeitfenster zwischen 10.30 Uhr und 16.30 Uhr zu vergeben. Ab Montag, 8. März, ist dafür eine Terminbuchung unter Tel. (02301) 918 39 72 möglich.

Digitale Angebote fließen in Besuch vor Ort ein

Parallel dazu wird auch die Audio-Tour im Außenbereich weiterhin angeboten. Und auch digitale Bildbesprechungen zur aktuellen Ausstellung „Die Versöhnung von Mensch und Natur“ mit romantisch-sachlichen Werken von Herbert Rolf Schlegel, die die industriellen Veränderungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgreifen, fließen in einen Besuch vor Ort ein. Bislang über die Webseiten des Kreises abrufbar, gibt es Wissenswertes zu den Bildern nun auch vor Ort über QR-Codes. Im Museum können aber auch Abspielgeräte ausgeliehen werden.

Nicht in der Verantwortung vom Kreis Unna, sondern in der Hand ehrenamtlicher Kräfte ist der zweite Holzwickeder Museumsbetrieb und gleichzeitig der kleine Nachbar von Haus Opherdicke: Die Heimatstube bietet einen Einblick ins dörfliche Leben vergangener Jahrzehnte und wird vom Historischen Verein betrieben.

Die Heimatstube neben Haus Opherdicke: Bis Ende des Jahres soll die Beleuchtung im Untergeschoss ausgetauscht werden. © privat © privat

Dessen Vorsitzender Andreas Heidemann sieht mit Blick auf das aktuelle Pandemie-Konzept weiterhin keine Möglichkeit, die Heimatstube in einen geregelten Wochenend-Betrieb zu bringen. „Wir machen das ja ehrenamtlich. Also braucht es eigentlich eine Gruppe, damit es sich bei Terminvereinbarung auch lohnt, zu öffnen. Und das geht ja auch weiterhin nicht“, sagt Heidemann.

Hygienekonzept für Ehrenamtler nicht zu stemmen

Zwar erledige man hier und da kleinere Arbeiten, aber nach Monaten geschlossener Türen wäre vor einer Öffnung auch eine größere Putzaktion nötig. „Und da sehe ich durch die Kontaktbeschränkungen auch weiterhin keine Aktion der vielen Hände“, so Heidemann.

Und da auch weiterhin ein Hygienekonzept für den Betrieb nötig wäre, muss der Verein hier momentan einfach passen. „Wie im Vorjahr bedeutet das einen Aufwand, den wir nicht leisten können“, so der Vereinsvorsitzende. Eine kreiseigene Einrichtung wie Haus Opherdicke sei da eben ganz anders aufgestellt. Sollte jemand aber einen ganz dringlichen Bedarf haben, so sagt Andreas Heidemann auch: „Im Einzelfall an den Vorstand wenden, dann muss man schauen, was möglich ist.“

Über den Autor
Redaktion Holzwickede
Jahrgang 1985, aufgewachsen auf dem Land in Thüringen. Fürs Studium 2007 nach Dortmund gekommen. Schreibt über alles, was in Holzwickede passiert. 17.000 Einwohner mit Dorfcharakter – wie in der alten Heimat. Nicht ganz: Dort würden 17.000 Einwohner locker zur Kreisstadt reichen. Willkommen im Ruhrgebiet.
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Christian Greis

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