Mit Video: Drossel will ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte des BBL schreiben

Bürgermeisterwahl Holzwickede

Holzwickedes Bürgermeisterin Ulrike Drossel ist 2015 durchaus überraschend ins Amt gewählt worden, jetzt will sie es für weitere fünf Jahre behalten – und sieht ihre Erfahrung als Vorteil.

Holzwickede

, 03.08.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für Holzwickedes amtierende Bürgermeisterin Ulrike Drossel ist der Mehrgenerationenspielplatz sowohl beruflich als auch privat ein prägender Ort. Bei einem Gespräch vor Ort erklärt sie, warum sie bei der Kommunalwahl im September erneut kandidiert – und was sie im Falle einer Wiederwahl als erstes angehen möchte.

Für Holzwickedes amtierende Bürgermeisterin Ulrike Drossel ist der Mehrgenerationenspielplatz sowohl beruflich als auch privat ein prägender Ort. Bei einem Gespräch vor Ort erklärt sie, warum sie bei der Kommunalwahl im September erneut kandidiert – und was sie im Falle einer Wiederwahl als erstes angehen möchte. © Carlo Czichowski

Eigentlich könnte Ulrike Drossel (BBL) inzwischen über den Ruhestand nachdenken. Die 64-jährige Bürgermeisterin der Gemeinde Holzwickede hat aber in den vergangenen Wochen kaum einen Gedanken daran verschwendet. Im Gegenteil: Sie will bei der anstehenden Kommunalwahl am 13. September in eine weitere Amtszeit gewählt werden.

Die Erfolgsgeschichte des Unabhängigen Holzwickeder Bürgerblocks, der Drossel durch ihre Wahl ins Bürgermeisteramt 2015 zuletzt gewissermaßen das Sahnehäubchen aufsetzte, möchte sie weiterschreiben – und in etwas weniger als sechs Wochen am Wahlabend erneut jubeln.

Vor fünf Jahren noch Außenseiter, heute den Amtsbonus im Rücken

Im Vorfeld der Bürgermeisterwahl vor fünf Jahren galt sie nämlich nicht unbedingt als Favorit. Eine lange Amtszeit ihres Vorgängers Jenz Rother (SPD), eine zu diesem Zeitpunkt ziemlich starke SPD, all das waren Vorzeichen, unter denen ihre Chancen nicht gerade perfekt standen.

Video
Interview zur Kommunalwahl: Drossel stellt sich Leserfragen
© Carlo Czichowski

Heute ist alles anders: Nach ihrer ersten Amtszeit hat sie zum einen den vermeintlichen Amtsbonus im Rücken, zum anderen hat sie aber in den vergangenen Jahren unter anderem mit dem Rathausumbau und der Verkündung des flächendeckenden Breitbandausbaus einige aufwendige und teure Projekte mitgeprägt.

Die Rückendeckung der Familie ist besonders wichtig

Geht es nach ihr, so will die Familienmutter und zweifache Oma nach der Kommunalwahl weiterhin im Rathaus das Ruder in der Hand halten. Bei der Entscheidung für eine weitere Kandidatur war ihr die Rückendeckung ihrer Familie besonders wichtig. „Ich habe das alles ausführlich besprochen“, erklärt Drossel.

Hätte sie aus ihrem Umfeld Gegenwind gespürt, so hätte sie den Entschluss für eine weitere Kandidatur nicht gefasst. Denn nicht nur für sie, sondern auch für ihre Familie war ihr Einzug ins Rathaus ein Ereignis, das den Alltag entschieden verändert hat.

Bürgermeisterin Ulrike Drossel will in einer potenziellen zweiten Amtszeit vor allem bereits geplante Projekte abschließen. Im Falle des Rathausumbaus (auf dem Bild spricht Drossel beim ersten Spatenstich) möchte sie sicherstellen, dass das Projekt den festgelegten Kostenrahmen nicht übersteigt.

Bürgermeisterin Ulrike Drossel will in einer potenziellen zweiten Amtszeit vor allem bereits geplante Projekte abschließen. Im Falle des Rathausumbaus (auf dem Bild spricht Drossel beim ersten Spatenstich) möchte sie sicherstellen, dass das Projekt den festgelegten Kostenrahmen nicht übersteigt. © Udo Hennes

Mehrere Jahrzehnte hat Drossel mit ihrem Ehemann gemeinsam eine Firma geführt. Dabei handelte es sich um eine Agentur, die technische Werbefilme produziert hat. 2015 trennten sich ihre beruflichen Wege: „Ich habe 40 Jahre lang meinem Mann den Rücken frei gehalten“, sagt Drossel. Seit fünf Jahren sei das eben andersherum.

Schwerpunktmäßig bereits begonnene Projekte abschließen

Sollte sie wiedergewählt werden, so will Drossel vor allem die bereits begonnen Projekte abschließen. Wichtig sei ihr beim finanziell gewichtigsten, dem Rathausumbau, den angepeilten Kostenrahmen von etwa 20 Millionen Euro einzuhalten.

Auf ihrer Prioritätenliste stehen aber auch die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes und die Fortführung der Verhandlungen zum Bau des Bahnhofsdurchstiches mit Anbindung des Nordens an die Gemeindemitte ganz oben. Dabei, so sei sie sich sicher, könnte ihr die bereits gewonnene Erfahrung in die Karten spielen: „Es dauert eine Zeit, bis man ein Netzwerk aufgebaut hat“, sagt Drossel.

Die Kooperation mit der Firma Muenet, die in Holzwickede sukzessive flächendeckend den Breitbandausbau vornehmen wird, zählt zu den jüngeren Projekten, die unter Bürgermeisterin Ulrike Drossel in die Wege geleitet wurden.

Die Kooperation mit der Firma Muenet, die in Holzwickede sukzessive flächendeckend den Breitbandausbau vornehmen wird, zählt zu den jüngeren Projekten, die unter Bürgermeisterin Ulrike Drossel in die Wege geleitet wurden. © Alexander Heine

Drossel will weiter „pragmatisch arbeiten“

Nicht nur damit wirbt sie für eine Wiederwahl. Als Bürgermeisterin legt sie sehr viel Wert auf Bürgernähe, Teamfähigkeit, Zielstrebigkeit und Loyalität: Zudem wolle sie „weiterhin pragmatisch arbeiten und sich für das Wohl Holzwickedes einsetzen“.

Die vergangenen fünf Jahre seien zumindest sehr schnelllebig gewesen, gewissermaßen verflogen. Aus ihrer Sicht ein Zeichen dafür, dass sie viel zu tun – und dabei auch noch Spaß hatte.

Dieses Porträt ist Teil einer Serie zur Kommunalwahl 2020, in der wir alle vier Bürgermeisterkandidaten für die Gemeinde Holzwickede ausführlich vorstellen.
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