Mehr Geflüchtete in Holzwickede: Bürgermeisterin ruft zu Deckenspenden auf

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Bürgermeisterin Ulrike Drossel informierte beim Wirtschaftsgespräch auf Haus Opherdicke über die Flüchtlingsentwicklung in Holzwickede. Links im Bild die neuen Wohncontainer für Geflüchtete auf einem Parkplatz am Schulzentrum.
Bürgermeisterin Ulrike Drossel informierte beim Wirtschaftsgespräch auf Haus Opherdicke über die Flüchtlingsentwicklung in Holzwickede. Links im Bild die neuen Wohncontainer für Geflüchtete auf einem Parkplatz am Schulzentrum. © Fotos und Montage: Kohues
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Ulrike Drossel nutzte ihren Auftritt beim IHK-Wirtschaftsgespräch am Dienstag, um die Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung auf den neuesten Stand in Sachen Flüchtlingssituation zu bringen. Hatte die Gemeinde vor einer Woche auf Anfrage unserer Redaktion noch die Zahl von 222 Geflüchteten in Unterkünften in Holzwickede genannt, sprach die Bürgermeisterin am Dienstag (27. September) bereits von 232. Die meisten Menschen kämen weiterhin aus der Ukraine, sagte Drossel.

Auch die Rausinger Halle könnte zur Flüchtlingsunterkunft werden

Falls die neuen Unterkünfte, die am Parkplatz Aachener Weg nahe dem Schulzentrum und am Montanhydraulikstadion hergerichtet werden, nicht reichen, steht weiter die Rausinger Halle als mögliche weitere Unterkunft im Raum. Auf der Folie in der Präsentation der Bürgermeisterin war sie aber noch mit einem dicken Fragezeichen versehen.

Klar ist indes: Die Menschen, die in Holzwickede ankommen, brauchen Hilfe in Form von Sachspenden. Ulrike Drossel nutzte die Gelegenheit, sich bei allen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern zu bedanken. „Manche von ihnen leisten in dem Bereich einen Vollzeitjob“, sagte sie unter dem Applaus der Gäste auf Opherdicke. Vor allem Decken, Töpfe und Pfannen würden jetzt gebraucht – der Winter mit heruntergedrehten Heizkörpern droht ein kalter zu werden.

Initiative „Willkommen in Holzwickede“ sammelt Spenden

Deshalb sei an dieser Stelle auch noch einmal der Kontakt zur Flüchtlingsinitiative „Willkommen in Holzwickede“ genannt. Wer etwas abgeben kann und möchte, kann dies jeweils dienstags von 11 bis 12 Uhr an der Massener Straße 69 (im Keller) tun. Für Anfragen und als Kontakt steht Doris Keller unter Tel. (02301) 946966 zur Verfügung.

Außerdem sucht die Fahrradwerkstatt der Flüchtlingsinitiative Fahrräder, die nach sachkundiger Kontrolle an die Neuankömmlinge weitergegeben werden können. Kontakt: Tel. (0162) 1994030 (Nusch).