Digitalisierung soll den klassischen Unterricht ergänzen und nicht ersetzen

dzJosef-Reding-Schule

Der Übergang vom analogen ins digitale Zeitalter ist für die Schulen eine Herausforderung. Helfen soll in Holzwickede der Medienentwicklungsplan. Die klassische Lehre sieht man an der JRS dadurch aber nicht gefährdet.

Holzwickede

, 28.09.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wird nicht alles digital an den Holzwickeder Schulen. Daran wird auch der Medienentwicklungsplan der Gemeinde als Schulträger nichts ändern. Das Konzept gibt die Richtung vor, wie die Schulen in den kommenden Jahren mit Infrastruktur für schnelles und kabelloses Internet ausgerüstet und mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden.

„Momentan hängen wir in der Luft zwischen dem guten, alten Analogen und dem Digitalen“, sagt Klaus Helmig, Leiter der Josef-Reding-Schule. Overhead-Projektor, CD-Player, die grüne Tafel – das Unterrichten mit diesen Hilfsmitteln beherrsche natürlich jeder Lehrer generationenübergreifend.

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Bei den neuen Medien sieht das schon anders aus: „Da muss ich nicht nur die Schüler abholen sondern auch das Kollegium. Gerade die älteren Kollegen haben auch ein bisschen Angst vor der Umstellung“, sagt Helmig.

Die möchte er durch genaue Vorstellung bei der Umsetzung des Medienentwicklungsplans nehmen. „Wir wissen genau, was wir machen wollen und werden die technische Umsetzung mit diversen Fortbildungen begleiten“, sagt der Reding-Schulleiter.

Kein Unterricht ohne Lehrer

Auf Sicht glaubt Helmig, dass digitale Lernmittel nie den klassischen Unterricht ersetzen. „Es gab ja schon Versuche, den Lehrer durch digitale Lernprogramme zu ersetzen. Das hatte keine Chance. Ich sehe die neuen Medien als Unterstützung für die vorhandenen Lehrmethoden.“

Für seine Prognose hat Klaus Helmig auch ein simples Beispiel parat: „Nehmen wir den Deutschunterricht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir irgendwann nicht mehr in Büchern lesen. Da reicht ein Blick in die Klasse: Die Lesefertigkeit ist eben so, dass 50 Prozent der Schüler den Finger auf dem Papier zur Orientierung braucht.“

Nicht jedes Jahr „eine neue Sau durchs Bildungssystem“ treiben

Die Digitalisierung der Schulen kommt, Bund und Länder haben durch den Digitalpakt weitere Förderung zugesichert – wenn die auch nicht so üppig ausfallen und einfach zu haben sein wird wie erhofft. Dennoch würde sich Klaus Helmig in der Praxis mal ganz allgemein wünschen: „Es wäre schon hilfreich, wenn nicht jedes Jahr eine neue Sau durchs Bildungssystem getrieben wird und hektisch Maßnahmen ergriffen werden, die man zwei Jahre später wieder abschafft.“

Sein Argument an der eigenen Hauptschule: „Wir haben kaum Nicht-Abschlüsse. Es ist ja nicht so, dass das System nicht funktioniert.“ Und selbst wenn ein Schüler den Hauptschulabschluss nicht packen, so greife auch dann noch das System und gehe der Bildungsweg über die Berufskollegs weiter.

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