„Max im Parkhaus“ soll auf der Rausinger Kleinkunstbühne das Eis endgültig brechen

dzKonzert in Holzwickede

Das Konzert von „Max im Parkhaus“ in Holzwickede ist für die Gemeinde ein vielversprechendes Experiment. Der Kleinkunstbühne Rausingen könnte es als Wegweiser in einer Art Selbstfindungsphase dienen.

Holzwickede

, 01.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kleinkunstbühne Rausingen ist für die Gemeinde Holzwickede bisher ein Projekt, das noch nicht vollends überzeugt hat. Das soll sich jetzt aber ändern: Bei ihrer Suche nach Künstlern ist sie nämlich auf die im Kreis Unna durchaus bekannte Band „Max im Parkhaus“ gestoßen.

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Was die Zielgruppe betrifft, entfernt sich die Gemeinde durch das Konzert am 14. März ein Stück weit von dem Ursprungsgedanken, dass die Kleinkunstbühne Rausingen mit ihrem Kulturangebot eine möglichst breite Masse und fast jede Altersgruppe ansprechen sollte.

Max im Parkhaus spricht eher ein jüngeres Publikum an

„Max im Parkhaus wird in der Tendenz sicher ein jüngeres Publikum ansprechen“, sagt die Organisatorin Kristina Cikes. Für den Fachbereich Kultur der Gemeindeverwaltung könnte sich der Name der Dortmunder Band aber dennoch lohnen, um der Kleinkunstbühne als Format einen entscheidenden Schub zu verschaffen.

Die Kleinkunstbühne Rausingen sollte ursprünglich ein Ort sein, an dem die Menschen in Holzwickede ein Kulturangebot bekommen, das möglichst alle Altersgruppen anspricht.

Die Kleinkunstbühne Rausingen sollte ursprünglich ein Ort sein, an dem die Menschen in Holzwickede ein Kulturangebot bekommen, das möglichst alle Altersgruppen anspricht. © Greis

Ein Vorteil zu den bisherigen Veranstaltungen, die dort stattgefunden haben, ist der jüngst gestartete Online-Ticketverkauf. Die Verwaltung setzt damit ein Vorhaben um, zu dem sie bisher nicht kam. Die allgemeine Kritik an der Kulturarbeit, die im vergangenen Jahr unter anderem von einigen politischen Parteien geübt wurde, weist Cikes entschieden von sich.

„Ich glaube, manche Menschen verstehen die Arbeit in der Verwaltungsstruktur nicht“, sagt Cikes. Anders als in der freien Wirtschaft dauerten einige Prozesse etwas länger. Einer der Gründe für die nicht allzu große Fluktuation in der Kleinkunstbühne Rausingen im Jahr 2019 sei die Tatsache gewesen, dass Cikes über sich noch drei Instanzen habe, die bei den Künstlern ein Veto einlegen könnten.

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„Sieht manchmal so aus als würde sich nichts tun“

„Und das ist letztes Jahr vorgekommen“, erklärt Cikes. Um welche Künstler es sich dabei handelte und worin die Gründe fürs Veto lagen, wollte sie auf Nachfrage nicht erzählen, weil es sich dabei um interne Absprachen handele. „Es sieht vielleicht manchmal so aus als würde sich nichts tun. Dass im Hintergrund aber viel gearbeitet wird um Künstler zu engagieren, vergessen die meisten Menschen.“

Umso besser laufen derzeit die Vorbereitungen für den nächsten Auftritt in der Kleinkunstbühne von „Max im Parkhaus“: Der Zeitpunkt des Auftritts ist dabei alles andere als selbstverständlich: Derzeit ist die fünfköpfige Band nämlich eher im Studio als auf der Bühne beschäftigt und arbeitet an einem neuen Album.

Gastiert mit seiner Band „Max im Parkhaus“ in zwei Wochen in Holzwickede: Der ehemalige CSG-Schüler Kim Friehs. Der Sänger und seine vier Mitstreiter legen für den Gig in der Rausinger Kleinkunstbühne eine Kreativpause ein.

Gastiert mit seiner Band „Max im Parkhaus“ in zwei Wochen in Holzwickede: Der ehemalige CSG-Schüler Kim Friehs. Der Sänger und seine vier Mitstreiter legen für den Gig in der Rausinger Kleinkunstbühne eine Kreativpause ein. © Alexander Heine

Die Musiker legen für den „Gig“ in Holzwickede also quasi eine kurze Kreativpause ein. Wie Kim Friehs, Frontmann von „Max im Parkhaus“, im Gespräch mit unserer Redaktion erzählt, blickt auch er gespannt auf das Konzert am 14. März.

Tickets sollen ab jetzt immer im Internet erhältlich sein

Wie der ehemalige CSG-Schüler beurteilt, ist die Online-Vermarktung für die Kleinkunstbühne auch in Zukunft eine gute Alternative, vor allem wenn man Menschen aus den umliegenden Kommunen erreichen will: „Wenn Karten für Veranstaltungen nur etwa in der Seniorenbegegnungsstätte zu bekommen sind, dann überlegt sich jemand aus Unna dreimal, ob er den Weg dafür auf sich nimmt“, sagt Friehs.

Cikes hat indes angekündigt, dass sie auch bei den folgenden Veranstaltungen auf Ticketverkauf im Internet setzen wird. Den richtigen Anbieter dafür hat die Gemeinde gefunden: „Wir sind mit Eventim ziemlich gut aufgestellt“, sagt sie.

Allgemein habe sie für dieses Jahr noch „einiges in der Pipeline“, zwei Veranstaltungen – eine im Mai und eine im Herbst – habe sie immerhin bereits festgezurrt.

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