CSG-Schulleiterin Andrea Helmig-Neumann sieht den Wegfall der pauschalen Maskenpflicht in der Schule nicht als Pflicht die Maske im Unterricht abzusetzen. Wer sie weiterhin tragen möchte, der kann das auch auf seinem Platz tun. © Udo Hennes
Corona-Pandemie

Maskenpflicht abgeschafft: CSG-Leiterin ist verwundert

Die allgemeine Maskenpflicht in den Schulen ist gefallen. Die Leiterin des CSG in Holzwickede äußert im Interview ihre Meinung über die umstrittene Entscheidung der Landesregierung.

Am Sitzplatz müssen Schüler seit Dienstag keine Corona-Maske mehr tragen. Wer sich im Schulgebäude bewegt, der muss sie allerdings weiterhin aufsetzen. Dieser Schritt der NRW-Landesregierung wird kontrovers diskutiert.

Am Clara-Schumann-Gymnasium in Holzwickede setzt die Leiterin Andrea Helmig-Neumann die Vorgaben aus Düsseldorf um. Sie hat aber eine eigene Meinung zu der Frage, ob das die richtige Entscheidung ist. Unter anderem darüber äußert sie sich im Interview mit dieser Redaktion.

Andrea Helmig-Neumann:

Wie wurde der Beschluss bei Lehrern, Eltern und Schülern insgesamt aufgefasst?

Das kann man so noch gar nicht sagen. Die entsprechende Mail bekamen wir erst letzte Woche. Der Wegfall der Pflicht ist ja erst ab heute umgesetzt worden. Die Schülerschaft hat das aber mitbekommen. Und um das aber nochmal klar zu sagen: Bei uns an der Schule ist es unbenommen, dass Schüler die Maske weiterhin tragen können. Der Wegfall der Pflicht heißt nicht, dass man die Maske nicht mehr tragen darf.

Und wie finden Sie persönlich die Entscheidung der Landesregierung?

Dass man eine gewisse Verwunderung hat, dass bei steigenden Inzidenzen die Masken jetzt runter genommen werden dürfen, das geht nicht nur mir so.

Halten Sie den Zeitpunkt also für falsch?

Ich nehme die Haltung der Landesschülerschaft ein. Die haben sich geschlossen gegen die Aufhebung der Maskenpflicht ausgesprochen. Und das soll schon etwas heißen. Die Lehrerverbände diskutieren auch darüber. Manche sind dafür, manche dagegen. Da hat jeder seinen eigenen Blick drauf.

Oder wäre so etwas nicht im Sommer sinnvoller gewesen?

Ob man das in einer Phase hätte ausprobieren sollen, in der die Inzidenzen niedriger sind, wäre eher rückwirkend gedacht. Das hilft uns jetzt nicht weiter.

Wie groß ist Ihre Sorge vor einem zweiten Winter wie 2020?

Ich habe davor keine Sorge. Die Zeichen in der Politik stehen darauf, dass man keinen weiteren Lockdown will. Ich möchte auch keinen Lockdown mehr haben. Das tut niemanden gut, vor allem den Schülerinnen und Schülern nicht. Alle Lehrer am CSG sind geimpft. Zumindest alle Stammkräfte. Bei Vertretungslehrern gibt es eine größere Fluktuation. Da frage ich nicht jeden, ob er geimpft ist. Wir haben aber sehr für die Impfung geworben. Auch ein großer Teil der Schüler ist geschützt. An unserer Schule haben wir uns gut verhalten, damit ein Schulbetrieb möglich ist.

Über den Autor
Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
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Carlo Czichowski

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