Marode Gebäude machen Platz für Durchstich

dzAbrissarbeiten am Bahnhof

Der Bagger leistet ganze Arbeit. Die alten Gebäude am Holzwickeder Bahnhof fallen. Sie werden nicht mehr gebraucht und machen Platz für etwas Neues.

Holzwickede

, 07.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit vielen Jahren schon stehen die alten Gebäude auf dem Gelände des Holzwickeder Bahnhofs leer. Sie werden schon lange nicht mehr gebraucht. Die Deutsche Bahn lässt sie abreißen. Offensichtlich waren die Gebäude schon sehr marode. Früher, so kann sich Hermann Volke erinnern, war dort eine Signalwerkstatt eingerichtet. Dort reparierten zwei Handwerker täglich Signale und Weichen. Später fiel die Werkstatt weg. Firmen nutzten die Gebäude als Lagerraum. Dann standen sie leer. Hermann Volke war bei der Deutschen Bahn beschäftigt und hat die Geschichte des Bahnhofs aufgeschrieben. Was auf dem Bahnhofsgelände passiert, hat er stets im Blick.

Wer den Abriss der alten Gebäude beobachtet, kann sich denken, dass das dem von der Gemeinde seit vielen Jahren geplanten Durchstich zugutekommt. Geplant ist es, von Norden der Gemeinde aus einen Durchstich zur Bahn zu schaffen. Der Bahnhof soll dann eine Park- und Ride-Anlage auf dem Parkplatz an der Stehfenstraße bekommen. Der Zugang soll sozusagen zwischen dem Rewe und dem Aldi geschaffen werden.

Die Pressestelle der Deutschen Bahn konnte die Anfrage der Redaktion zu den Abrissarbeiten und dem Abbau der nicht mehr benötigten Gleise 208 und 209 bislang noch nicht beantworten.

Dass die beiden Gleise, die einem Durchstich im Wege stünden, nicht mehr benötigt und von der Bahn abgebaut werden sollen, hatte der Erste Beigeordnete der Gemeinde, Bernd Kasischke, im April im Planungs- und Bauausschuss erklärt. Kasischke konnte seinerzeit verkünden, dass die Deutsche Bahn auch einen Großteil der Kosten für den Rückbau der Gleise zahlen werde. Die Frage, wann der Abbau erfolgen soll, konnte die Bahn ebenfalls noch nicht beantworten.

Das Vorhaben des Discounters Aldi, an der Stehfenstraße das bestehende Gebäude abzureißen und durch einen größeren Neubau zu ersetzen, hatte das Thema Durchstich wieder in Schwung gebracht. Der Discounter grenzt an den Zufahrtsbereich, der später direkt zum Bahnhof führen soll.

Nun wird auch das allerletzte alte Gebäude bald verschwunden sein. Und damit verschwindet auch ein Unterschlupf für Obdachlose, denn sie sollen die Gebäude zuletzt genutzt haben.

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