Maskenmuffel: Marktbesucherin kritisiert Zustände auf dem Wochenmarkt

dzCoronavirus

Es herrscht Maskenpflicht auf dem Holzwickeder Wochenmarkt, an den sich Besucher anscheinend nur halten, wenn Ordnungsamt und Polizei unterwegs sind – so jedenfalls die Beobachtung einer Holzwickederin.

Holzwickede

, 20.11.2020, 12:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie im Taubenschlag gehe es mitunter in den Stoßzeiten freitags auf dem Wochenmarkt zu, bemerkt eine regelmäßige Besucherin des Marktes gegenüber unserer Redaktion, die nicht namentlich genannt werden möchte.

Ihre Beobachtungen: „Insbesondere bei älteren Mitbürgern hängen die Masken unter der Nase und am Kinn, aber nicht da, wo sie sitzen sollen.“ Noch drastischer sei mitunter das Verhalten einzelner Händler. „Da sitzt der eine beim anderen vor dem Stand, die Maske am Kinn und hustet und niest in die Hände. Geht zurück zu seinem Stand und macht weiter, ohne die Hände zu waschen oder zu desinfizieren. Unglaublich“, teilt die Holzwickederin eine Beobachtung vom aktuellen Marktgeschehen an diesem Freitagvormittag.

Die Masken sitzen, wenn Ordnungshüter unterwegs sind

Besonders turbulent sei es in der Vorwoche gewesen, als sonniges Wetter und milde Temperaturen nach draußen lockten. „Da habe ich das Ordnungsamt angerufen. Die hätten schon kontrolliert und könnten nicht fünf Stunden am Stück vor Ort sein, hieß es da.“

Das sei auch nicht möglich, erwidert Ordnungsamtsleiterin Stefanie Heinrich auf Anfrage. Mit eigenen Mitarbeitern und Beamten der Polizei kontrolliere man regelmäßig. „Und klar ist auch, dass die Masken richtig sitzen, wenn wir Präsenz zeigen.“

Jetzt lesen

Lange schien das Coronavirus einen Bogen um die Gemeinde zu machen, und auch wenn Bürgermeisterin Ulrike Drossel stets die Besonnenheit der Bürger im Umgang mit dem Virus lobte: Auch Holzwickede hat keine unsichtbare Mauer, wie steigende Fallzahlen der vergangenen Tage zeigen.

„Wir appellieren daher an die Vernunft und Eigenverantwortung der Menschen, sich an die geltenden Regeln zu halten“, sagt Heinrich – insbesondere auf hoch frequentierte Orte wie eben den Freitagsmarkt, den Emscherpark oder Supermärkte.

Wer doch erwischt wird, ist schnell 50 Euro los: „Bei Maskenvergehen, gerade auf dem Markt, sind wir rigoros, wenn wir das sehen“, so Heinrich. Bessert sich die Situation zu Marktzeiten nicht, überlegt die betroffene Augenzeugin der Vergehen, sich den Gang zum Markt künftig zu sparen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Holzwickeder Unternehmen
Schnapsidee umgesetzt: Mitch Mackes will nicht nur mit Korn nach vorn
Hellweger Anzeiger Coronavirus
Holzwickeder Ordnungsamt sieht aktuell keinen Anlass für gesonderte Corona-Regeln
Hellweger Anzeiger Welt-Aids-Tag 2020
Aidshilfe zur Corona-Hysterie: „Warum lernt man so wenig aus der HIV-Epidemie?“