Coronavirus in Holzwickede

Man hilft sich eben: Viel Resonanz auf Probleme bei der Suche nach einem Impftermin

Aus der Politik kam die Forderung an die Gemeindeverwaltung, ältere Menschen bei der Vereinbarung eines Impftermins zu unterstützen. Das hat gefruchtet und mehr noch die Hilfsbereitschaft auch aus anderen Richtungen erhöht.
Das Impfzentrum des Kreises in der Kreissporthalle Unna. © Kreis Unna

Per Antrag wollte die FDP etwa die Verwaltung dazu bringen, eine Kraft für die Vereinbarung von Impfterminen abzustellen. Das fanden etwa auch die Grünen gut. Nur ist es eben so, dass letztlich auch ein Gemeindemitarbeiter mit derselben Hotline und demselben Internetportal der Kassenärztlichen Vereinigung arbeiten muss. Und dass hier bis heute nicht alles reibungslos klappt, ist bekannt.

Beim Thema Internet ist die aktuelle Impf-Zielgruppe der über 80-Jährigen mitunter aber auch überfordert und so kann es schon Sinn ergeben, den Mitmenschen zu helfen, wenn diese über die Hotline nicht weiterkommen. Dem ist die Verwaltung in der Folge auch nachgekommen und berichtet nun in einer Mitteilung, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchaus Impftermine für Holzwickeder vereinbart oder einen Fahrdienst vermittelt haben.

Darüber hinaus sagt Bürgermeisterin Ulrike Drossel aber auch „Danke“ all denen, die sich schon zuvor und auch in der Folge bei dem Thema eingebracht haben. So seien diverse Unterstützungsangebote von den Fraktionen im Rat, vom Seniorenbeirat oder auch von Privatpersonen gekommen.

Manchmal geht es auch ganz schnell mit dem Impfen

Mitglieder des Seniorenbeirats etwa helfen seit Impfbeginn bei der Terminvermittlung. „Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber vier Holzwickeder haben sich bei mir gemeldet, denen konnten wir helfen. Erst am Dienstag habe ich einen Termin für ein Ehepaar gemacht, die konnte ich unter Corona-Bedingungen schon Donnerstag zum Impfzentrum fahren“, sagt der Beiratsvorsitzende Frank Brockbals.

Auch wenn es in dem Fall wider Erwarten schnell ging: „Das Vergabeverfahren ist eine Katastrophe. Und auch das Impfen vor Ort empfinde ich als chaotisch. Da wird von A nach B gelaufen und werden Listen mit Namen gesucht“, berichtet Brockbals.

Wer weiterhin Hilfe beim Vereinbaren eines Impftermins braucht, kann sich an die Mitarbeiterinnen der Seniorenbegegnungsstätte wenden unter Tel. (02301) 44 66. Allerdings kann auch seitens der Gemeindeverwaltung nur die bekannte Rufnummer bzw. die Anmeldung über die Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe genutzt werden.

Wer Hilfe beim Impf-Termin braucht, kann sich auch an folgende Helfer wenden: Für den Seniorenbeirat bietet der Vorsitzende Frank Brockbals seinen Kontakt unter Tel. 0152 04 59 06 27 an.

Auch aus der Fraktion der Grünen kommt Hilfe über Tel. 0173 60 92 69 1 bei Susanne Werbinsky, unter 0160 90 34 12 36 bei Ulrike Dürholt, bei Uli Bangert unter 0163 48 06 82 9, bei Angelika Hartjenstein unter 0170 28 03 80 2 und unter Tel. 0163 86 53 78 4 bei Judith Kuck-Bösing.

Lesen Sie jetzt