Lokalpolitik mit Kind muss möglich sein

Redakteur
Mit Baby in den Rat? Das war in Holzwickede bislang noch kein Thema. © Montage Greis
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Samt Bürgermeisterin sind zehn von 33 Holzwickeder Ratsmitgliedern Frauen. Die Damen mögen mir nachsehen, dass ich es heraushebe: Edda Schneider ist mit ihren 33 Jahren mit Abstand die einzige Ratsfrau, die ihre Generation vertritt. Glücklicherweise nimmt nach ihrem Ausscheiden in Ritva Heldt eine rund zehn Jahre jüngere Nachfolgerin für die FDP ihren Platz ein – und nicht der nächste nette Herr der Generation Ü50. Zahlenmäßig ist diese Gruppe schließlich im Rat bereits sehr gut vertreten.

Wenn Edda Schneider anmerkt, dass Frauen um die 30 sich irgendwann fürs Kind und gegen das politische Engagement entscheiden müssen, sollte man mal darüber nachdenken, warum das so ist.

Bis aufs Stillen an der Brust könnte der Mann auch alles rund ums Kind regeln. Und wer mit dem öffentlichen Stillen ein Problem hat, der hat eigentlich kein Problem mit dem Stillen, sondern mit sich selbst.

Im Sinne der Gleichberechtigung, nicht nur der Geschlechter sondern auch der Generationen, halte ich es für zwingend nötig, die Thematik anzugehen. Junge Mamas im Familienausschuss? Das wäre ja mal was. Und unter uns: So manch kreisende Debatte dürfte auch gerne mal von einem hungrigen Babyschrei beendet werden.