Liebeskummer: Fröndenberger geht in Holzwickede auf Neuen seiner Ex los

dzSchläge und Tritte

Der Anblick trauter Zweisamkeit war zu viel für einen 19-jährigen Fröndenberger: In Holzwickede attackierte er den neuen Freund seiner Ex mit Schlägen und Tritten und drohte, ihn zu töten.

von Sylvia Mönnig

Holzwickede

, 09.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Liebeskummer, Eifersucht und Frust nagten an dem damals 18-Jährigen. Die explosive Mischung brach sich am Nachmittag des 23. Mai 2019 Bahn. Bei einer Begegnung mit dem neuen Paar im Bereich des Norma-Parkplatzes an der Bahnhofstraße schlug er ohne Vorwarnung zu.

Der Rivale ging zu Boden. Kurz darauf tauchte der Angreifer im Bereich des nahen Park+Ride-Parkplatzes erneut auf, haute noch einmal zu und trat dann auf den zu Boden gefallenen Kontrahenten ein. Auch kündigte er ihm an, er bringe ihn um, falls er die Polizei verständige. Eine beherzte Zeugin griff ein. Das Opfer erlitt unter anderem eine Thorax-Prellung und Schürfwunden. Folge: Der 17-Jährige konnte für drei Wochen nicht in die Schule gehen.

Angreifer entschuldigt sich für Tat

Körperverletzung und Bedrohung wurden dem jungen Fröndenberger nun in einem Prozess vor dem Amtsgericht Unna zur Last gelegt. „Ich bin damals durchgedreht. Das tut mir auch echt leid. Ich war zu dem Zeitpunkt tatsächlich sehr aggressiv drauf. Ich war emotional komplett labil und habe nicht nachgedacht, was ich da tue. Ich habe sofort zugeschlagen“, räumte er ein.

Allerdings beteuerte er, keinesfalls auf den Gegner eingetreten zu haben. Er habe ihm lediglich das Knie in die Rippen gestoßen. Und von einer Todesdrohung könne keine Rede sein. Vielleicht habe er gesagt: „Ich mache dich fertig.“ Mehr nicht.

Opfer und Zeugin belasten Angeklagten

Der Betroffene indes blieb dabei: Der Angeklagte habe geschlagen, getreten und gedroht. Das Erlebte hatte auch seelische Folgen für den 17-Jährigen: „Nach dem Überfall habe ich immer aufgepasst, was hinter mir passiert.“ Nun herrsche aber Ruhe.

Zweifel an den Tritten, die die unbeteiligte Zeugin auch bestätigte, hatte das Gericht letztlich ebenso wenig wie an der Bedrohung. Das kam dem Täter nun teuer zu stehen. Der Fall endete für den Angreifer mit einem Freizeitarrest und 500 Euro Schmerzensgeld, die er dem Opfer zahlen muss. sam

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Freizeittipps NRW
Die Emscherquelle in Holzwickede: Eine sagenhafte Oase für Radfahrer und Heimat-Fans
Hellweger Anzeiger Investitionsplan
Holzwickedes Schulen werden in den Sommerferien für rund 100.000 Euro saniert
Hellweger Anzeiger Hengsen und Opherdicke
Ortsvorsteher ziehen sich zurück: Nachfolger sollen den Dorfcharakter bewahren
Hellweger Anzeiger Bundeswehr-Übungsplatz
Trotz Betretungsverbot: „Truppi“ bleibt beliebtes Ziel für den Sonntagsausflug
Hellweger Anzeiger „Foodsharing“
Geben und nehmen: Holzwickeder können auch künftig Lebensmittel per Kiste teilen