Lichtkunst auf der Kippe: Der Weg zu den Bahnsteigen bleibt schummrig

dzZugang zum Bahnhof

LED-Lichter sollten in Holzwickede bestenfalls schon diesen Herbst den Gehweg von der Bahnhofstraße zur den Bahnsteigen erleuchten. Daraus wird dieses Jahr aber sicher nichts mehr.

Holzwickede

, 13.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte der Planungs- und Bauausschuss ein Lichtkonzept für den Zugang zur Bahnhofsunterführung von der Bahnhofstraße aus bewilligt. Für rund 26.000 Euro sollten 140 LED-Pflastersteine auf dem Fußweg entlang des Park+Ride-Parkplatzes eingelassen werden.

Zusätzlich zur bereits bestehenden Beleuchtung durch die vorhandenen Laternen sollte in dunklen Stunden ein heller Raum geschaffen werden, der am Eingang des Weges zudem durch eine Leuchtstele optisch hervorgehoben werden sollte.

Kosten für Lichtkunst sind aktuell zu hoch

Eigentlich wollte die Gemeinde das Konzept bereits umsetzen lassen. „Nach dem Beschluss haben wir auch mehrere Angebote eingeholt. Letztlich nahmen Kosten für den Tiefbau einen nicht unerheblichen Teil ein. Auch die Materialkosten sind zwischenzeitlich gestiegen“, sagt Holzwickedes Wirtschaftsförderer Stefan Thiel auf Nachfrage.

Die Kosten für Tiefbauarbeiten dürften auch daher rühren, dass nach dem Willen der Politik die LED-Steine ans Stromnetz angebunden werden sollen. Urprünglich war ein reiner Solarbetrieb angedacht. Hier kamen jedoch einst Zweifel an einer zuverlässigen Leuchtdauer auf.

Nach heutigem Stand würde das vorgesehene Budget von rund 26.000 Euro „bei weitem nicht ausreichen“, um das Lichtkonzept umzusetzen, wie Thiel sagt. Zwar immer noch im fünfstelligen Bereich würden die Kosten aktuell um einiges höher liegen als veranschlagt. Genaue Zahlen nennt Thiel auf Nachfrage nicht.

Der Weg zu den Bahngleisen bleibt vorerst schummrig

Stockfinster ist die Zuwegung zu den Gleisen von der Bahnhofstraße aufgrund der vorhandenen Beleuchtung zwar nicht. Mehr als das schummrige Licht der Laternen ist vorerst aber nicht drin.

„Das Projekt ist Teil der aktuellen Haushaltsberatungen. Die Politik muss nun bewerten, ob man die Mehrkosten tragen will, oder ob das Konzept zugunsten einer günstigeren Umsetzung angepasst werden muss“, sagt Thiel. Dann wäre die zusätzliche Beleuchtung erneut ein Thema für den Fachausschuss.

Die Pläne zur Aufwertung des südlichen Bahnhofszugangs entstammen dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und stehen in Verbindung mit weiteren ISEK-Projekten zur Verkehrsoptimierung – zum Beispiel der Durchstich zur Stehfenstraße, der mittlerweile in einem umfassenden Konzept zur Gestaltung des Bahnhofs und seines Umfeldes aufgegangen ist.

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