Licht aus im Historischen Verein: Bis Jahresende sollen neue Leuchten her

dzHistorischer Verein Holzwickede

Der Historische Verein bekommt eine finanzielle Förderung für sein neuestes Projekt. Während die Formalien aber noch geklärt werden müssen, schwindet das Zeitfenster für die Umsetzung.

Holzwickede

, 08.09.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist eine spontane Entscheidung gewesen, die dem Historischen Verein nun zugute kommt. Der Verein bekommt für sein neuestes Projekt eine Förderung von knapp 6000 Euro. Nun sitzt der Verein auf heißen Kohlen und wartet auf die formelle Erlaubnis, starten zu dürfen. Denn wird das Projekt bis Jahresende nicht abgeschlossen, gibt es auch kein Geld und würde man auf den Kosten sitzen bleiben.

Neues Licht für die alte Schmiede

Ende April wurde der Historische Verein auf eine Programm des Deutschen Verbandes für Archäologie aufmerksam gemacht. Der möchte Heimatmuseen in kleinen Gemeinden unterstützen. „Wir haben damals beschlossen, uns mit einem Projekt anzumelden“, sagt der Vorsitzende Andreas Heidemann.

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Die Vereinsmitglieder wollen die Beleuchtung in der Heimatstube verbessern. Vor rund zwei Jahren musste bereits die Beleuchtung im Obergeschoss weichen. Allerdings wird auch der Saal der ehemaligen Schmiede nur mit alten Büroleuchten erhellt. „Die Ausleuchtung zur Seite ist dementsprechend schlecht.“

Das soll sich ändern. Der Historische Verein plant eine museumsähnliche Beleuchtung, um auch einzelne Projekte speziell ausleuchten zu können. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf knapp 8000 Euro. Ein Viertel davon muss der Verein in Eigenleistung erbringen. „Das können wir aus eigener Tasche zahlen, aber wir versuchen dennoch, Sponsoren zu finden“, sagt Heidemann.

Die Zeit drängt bis Ende Dezember

Allerdings wird die Zeit knapp. Ende Mai wurde der Antrag abgeschickt. Im August kam zunächst der Bescheid, nicht berücksichtigt worden zu sein. Dann die Wende: Kurz darauf wurden die Mittel für das Programm aufgestockt und der Historische Verein bekam im Nachrückverfahren doch noch 6000 Euro Förderung. Anfang September hieß es nun: Es hat geklappt.

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Allerdings muss das Projekt bis Jahresende beendet werden, sonst fließt kein Geld. „Eine große Bauleistung ist es nicht“, sagt Heidemann. Die alten Lampen müssen raus und neue installiert werden. Ganz so einfach wie im Eigenheim ist es dann aber auch nicht. „Ich hoffe, dass wir da jemanden finden, der Zeit hat, das bis Ende des Jahres umzusetzen“, sagt Heidemann.

Am liebsten wäre dem Historischen Verein dabei ein Handwerker aus der eigenen Gemeinde. „Es ist knapp, aber machbar.“ Noch darf der Verein allerdings nichts tun. Erst, wenn der offizielle Vertrag per Post eingegangen ist und unterschrieben wurde, darf gestartet werden. Das Zeitfenster bis Ende Dezember schwindet derweil. „Ich bleibe zuversichtlich“, sagt Heidemann. „Wenn die Heimatstube nach Corona wieder öffnen darf, haben wir unten eine schöne Beleuchtung.“

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