Landskroner Straße wird saniert, muss aber ohne Geh-und Radweg auskommen

dzStraßensanierung

Einen Geh- und Radweg kann der Kreis Unna zurzeit an der Landskroner Straße nicht bauen. Das Warten auf die Sanierung der Straße soll aber im Frühjahr 2019 ein Ende haben.

Holzwickede

, 12.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Der Kreis Unna beginnt im Frühjahr kommenden Jahres mit der seit Jahren geplanten und erforderlichen Sanierung der Landskroner Straße. Betroffen ist der Bereich zwischen der Sölder Straße und der Römerstraße. Anwohner werden nicht nur während der Sanierungszeit Behinderungen in Kauf nehmen müssen. Sie werden auch den Verlust einiger Parkplätze an der Straße akzeptieren müssen. Dafür bekommen sie eine durchgängig 5,5 Meter breite Fahrbahn ohne Schlaglöcher und Risse.

Jürgen Busch vom Kreis Unna stellte im Planungs- und Bauausschuss die Pläne des Kreises Unna vor. Zahlreiche interessierte Anwohner waren gekommen und nutzten die Gelegenheit, sich zu Wort zu melden und ihre Sorge über einen massiven Anstieg des Verkehrs deutlich zu machen. Als Gründe dafür nannten sie den Baustellenverkehr des Wohnparks Emscherquelle, die Bewohner des neuen Baugebietes und den Ausbau des Sölder Bahnhofs.

Busch nahm sich Zeit, das Sanierungsvorhaben im Detail zu erklären. Und dabei zeigte er zuerst auf, warum der Kreis nicht den seit Jahren geplanten Geh- und Radweg realisieren kann. „Dafür gibt es keinen Grunderwerb, denn es fehlt an Tauschland“, erklärte der Fachmann, dass der Kreis Unna einen „Schlussstrich gezogen habe“ nun doch nicht noch länger warten wolle. Alle fünf Jahre befährt der Kreis die Straßen, überprüft deren Zustand. Und der Zustand der Landskroner Straße ist seit Jahren schon mit einer 5,0 auf der Skala als mangelhaft angegeben.

Es ist eine Komplettsanierung geplant

Busch machte deutlich, dass eine Erneuerung der obersten Deckschicht allein gar nicht ausreicht. Alle drei Schichten - die Tragschicht, die Binderschicht und die Deckschicht - müssen ersetzt werden. „Das ist dann für 50 Jahre haltbar“, erklärte Busch zumindest für die beiden unteren Schichten. Die Tragschicht müsse des öfteren erneuert werden. Da rechnet der Fachmann mit einer Haltbarkeit von gut zehn Jahren.

Die Kosten für die Sanierung zahlt der Kreis Unna

Die Kosten für die Maßnahme, Busch sprach von 1,5 Millionen Euro, trägt allein der Kreis Unna. Anwohner werden nicht hinzugezogen, da es sich lediglich um eine Straßensanierung handelt. Bei einem Gehwegsbau sähe die Sache anders aus.

Politik fordert den Geh- und Radweg ein

Und gerade die Tatsache, dass ein Geh- und Radweg nicht gebaut wird, brachte die Holzwickeder Lokalpolitiker in Rage. Solch ein Geh- und Radweg sei seitens der Politik seit Jahren, wenn nicht sogar wie Manfred Matysik von den SPD erklärte, seit Jahrzehnte gefordert. „Für mich ist das unverständlich. Da packe ich mich doch an den Kopf“, schimpfte Matysik. Der Planungs- und Bauausschuss, der die Pläne des Kreises Unna zur Kenntnis nahm, möchte den Kreis nun unterstützen bei den Verhandlungen über den für einen Geh- und Radwegbau erforderlichen und unverzichtbaren Grunderwerb.

Beginnen wird der Kreis mit der Sanierung laut Busch im April/Mai 2019.

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Der Rückbau des Kasernengeländes hat bereits begonnen. „Je früher wir mit dem Rückbau beginnen, umso weniger Probleme haben wir erfahrungsgemäß mit fortschreitendem Vandalismus“, hatte der Prokurist Andreas Häcker des Investors Wilma erklärt. Die Nachbarschaft solle von zugehörigen Verkehren entlastet werden, die aufgrund der vom Kreis Unna geplanten Umbaumaßnahmen der Landskroner Straße von April bis September 2019 in diesem Zeitraum teilweise über die Sölder Straße laufen müssten. „Umso besser, wenn wir bis zum Sommer 2019 fertig sind“, gab er Häcker zu bedenken.
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