Lärmschutzwände an der B1: Abfahrhilfe in Karminrot

dzA40-Ausbau

Im Laufe des Jahres sollen entlang der Bundesstraße 1 neue Lärmschutzwände aufgestellt werden. Ein farbenfrohes Beispielexemplar stand unter der Woche schon auf der Baustelle.

Holzwickede

, 30.01.2020, 12:31 Uhr / Lesedauer: 3 min

Zwischen Dortmund und Unna wird entlang der B1 seit Monaten an verschiedenen Fronten gearbeitet. Auf Höhe der Anschlussstelle Dortmund/Sölde ist in anderthalb Jahren eine neue Brücke über die Bundesstraße entstanden. Das Altbauwerk wurde mittlerweile abgerissen. Hier wartet man nun auf trockenes Wetter, um die finale Asphaltedecke auf die neue Überführung aufzubringen.

Gut drei Kilometer Luftlinie in östlicher Richtung wurden am vergangenen Wochenende zahlreiche Holzwickeder Zeugen, wie hier zunächst die Überführung „Kurze Straße“ unter Vollsperrung der B1 abgebrochen wurde. Nächstes Jahr zu dieser Zeit soll dort ein neues und breiteres Brückenbauwerk stehen. Das ist nötig, weil die vierspurige B1 zur sechsspurigen A40 ausgebaut wird.

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Abriss B1-Brücke Kurze Straße bei Holzwickede

Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).
26.01.2020
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Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede in der Nacht von Samstag (25. Januar) auf Sonntag (26. Januar).© Michael Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. Tagsüber wurde der Schutt abgeräumt. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede: Die Autobahn war leer. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede: Tagsüber wurde der Schutt abgeräumt. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. Die Betonreste werden wiederverwendet. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. Einige Holzwickeder machten offenbar einen Familienausflug zur Baustelle. © Neumann
Abriss der B1-Brücke "Kurze Straße" bei Holzwickede. Einige Holzwickeder machten offenbar einen Familienausflug zur Baustelle. © Neumann

Vor dem Fahrbahnausbau kommt der Lärmschutz

Mit der neuen Überführung soll dann auch eine Baumaßnahme abgeschlossen werden, die bereits im vergangenen September damit begonnen hatte, dass Bäume und Sträucher nördlich der B1 gerodet wurden: Bevor es an den Bau zusätzlicher Fahrbahnen geht, werden zunächst neue Lärmschutzwände gestellt. „Dadurch wollen wir die Lärmbelastung für Anwohner schon während der Bauarbeiten so gering wie möglich halten“, sagt Deges-Sprecherin Simone Döll.

Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH verantwortet das Gesamtprojekt des A40-Ausbaus und koordiniert die einzelnen Unternehmen, die an den verschiedenen Streckenabschnitten beteiligt sind.

Für den Bau der Lärmschutzwände ist beispielsweise das Bauunternehmen Bunte mit Hauptsitz in Papenburg verantwortlich. Rund zwei Dutzend Mitarbeiter und gut halb so viele große Baumaschinen hat die Firma entlang der B1 im Einsatz. Bagger, Walzen und Planierraupen bereiten zwischen der Anschlussstelle Holzwickede und der geplanten neuen Anschlussstelle Oelpfad seit Monaten das Baufeld für neue Lärmschutzwände.

Lärmschutzwände an der B1: Abfahrhilfe in Karminrot

Schweres Gerät bearbeitet seit Monaten das Baufeld für die Lärmschutzwände entlang der B1. So müssen beispielsweise Bohrpfähle für die Zwischenpfosten der Wände gesetzt werden. © Greis

Von der Anschlussstelle Holzwickede kommend arbeitet sich momentan ein Bohrgerät an der B1 gen Unna, das die Bohrpfähle für die späteren Pfosten ins Erdreich setzt, die den Lärmschutzwänden ihren Halt geben. Die ersten dieser Wände, die zwischen vier und 6,50 Meter hoch sind, werden wohl gegen Ende des ersten Quartals aufgestellt.

„Die Wände dürften größtenteils stehen, wenn die Brücke fertig wird. Sie müssen dann aber mit dem Brückenbauwerk verbunden werden. Erst dann gilt die Maßnahme als abgeschlossen“, sagt der zuständiger Bauüberwacher bei einem Ortstermin unter der Woche.

Lärmschutzwände bekommen eine bunte Verkleidung aus Aluminium

Hierbei wurde auch ein Beispielexemplar der Lärmschutzwände auf der Baustelle gezeigt. Wem die länglichen Kacheln in grauen, blauen, grünen und roten Tönen aufgefallen sind, der mag im ersten Moment vielleicht an Werbung für einen Dachdeckerbetrieb gedacht haben.

Lärmschutzwände an der B1: Abfahrhilfe in Karminrot

Ein genauer Blick zeigt: Die farblichen Paneele aus Aluminium sind gelocht, was den Schall besser absorbieren soll. © Greis

Tatsächlich zeigte sich hier aber das Farbspektrum, das später von der Fahrbahn aus zu sehen ist. „Das Gestaltungskonzept stammt vom Berliner Architekturbüro Kolb Ripke. Je näher Sie später der Abfahrt kommen, desto mehr rote Kacheln tauchen auf. Ein Hinweis in Karminrot“, sagt Deges-Sprecherin Simone Döll und lächelt.

So sollen Verkehrsteilnehmer quasi unterbewusst wahrnehmen, dass sie sich einer Ausfahrt nähern. Im Bereich von Ortslagen hingegen überwiegen Grüntöne, dazwischen tauchen weitere Kacheln in ähnlichen Farbtönen auf.

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A40-Ausbau

Kosten über 110 Millionen Euro

  • Der Ausbau der B1 zur A40 zwischen Dortmund und Unna ist ein Mammutprojekt, das die Deges bis ins Jahr 2023 umsetzen will und wofür 110 Millionen Euro vorgesehen sind.
  • Damit hier einmal sechs statt wie bisher vier Spuren den Verkehr bewältigen, müssen Brücken abgerissen und neu gebaut werden.
  • Auf dem 9,5 Kilometer langen Streckenabschnitt werden insgesamt auch fast neun Kilometer an Lärmschutzwänden hochgezogen.
  • Auch Anschlussstellen ändern sich: Holzwickede soll am Oelpfad einen neuen A40-Anschluss bekommen. Dafür wird man künftig auf Höhe Nordstraße nicht mehr gen Gemeindemitte abfahren können.

Diese Kacheln bestehen aus Aluminium und sind gelocht, um möglichst viel Schall zu absorbieren. Sie werden quasi als Verkleidung an den Betonfertigwänden angebracht. Auf der Rückseite gestalten sich die Lärmschutzwände weniger farbenfroh: Hier blickt der Betrachter auf eine graue und vertikal breit-gerillte Rückseite. „Die Struktur soll die Wände unattraktiv für Graffiti machen“, sagt Döll. Zudem sei für die Wände beidseitig eine Anti-Graffiti-Versiegelung vorgesehen, die das Beschmieren zumindest erschweren soll.

Im Gegensatz zur Überführung Buddenacker auf Höhe Sölde profitieren die Arbeiten auf Höhe Holzwickede momentan von den Wetterbedingungen. „Frost ist ein Aspekt, der in diesem Winter bislang keine Rolle spielt. Das Wetter hat immer einen Einfluss. Wenn es nur regnet, kann dafür an anderer Stelle nicht asphaltiert werden“, so der örtliche Bauüberwacher.

Arbeiten auf Höhe Holzwickede sind im Zeitplan

Was die Arbeiten in Holzwickede betrifft, sieht sich die Deges momentan im Zeitplan. So konnte der Brückenabbruch einige Wochen früher forciert werden als geplant. „Die Arbeiten für die neue Brücke beginnen umgehend“, sagt Simone Döll. Auch mit den Lärmschutzwänden zwischen den Anschlussstellen ist es nicht getan: „Westlich der Anschlussstelle Holzwickede gen Dortmund werden ebenfalls noch Lärmschutzwände gesetzt. Genauso wie auf der Südseite“, sagt Döll. Das dürfte aber nicht vor 2021 passieren.

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