Wegen der Corona-Krise finden derzeit kaum Kunstausstellungen statt. Hauptberuflichen Künstlern fehlt gewissermaßen eine Plattform, auf der sie ihre Kunst präsentieren können. Beim Holzwickeder Frühling (hier eine Aufnahme aus 2019) werden vor allem Hobby-Künstler ihre Werke los. © Vivien Nogaj
Kultur

Künstler werden wegen ausgefallener Ausstellungen erfinderisch

Während der Corona-Pandemie sind zahlreiche Kunstausstellungen ausgefallen. Manche Künstler greifen zu neuen Methoden, um auf ihre Werke aufmerksam zu machen.

Für Künstler ist es auch ohne die Corona-Krise schwer, mit dem Verkauf ihrer Werke genügend Geld zu verdienen. In der Pandemie haben sie es noch schwerer: Ausstellungen sind im Lockdown kaum möglich.

Künstlerin Gabriele Raat aus Holzwickede ist finanziell jedenfalls nicht auf den Verkauf ihrer Gemälde angewiesen, betreibt die Malerei vielmehr als Hobby. Und trotzdem fehlt ihr die Rückmeldung von Kunstinteressierten, mit denen sie gerne bei Ausstellungen ins Gespräch kommt.

Wegen ausgefallener Ausstellungen: Künstler hängen ihre Werke in Firmen auf

2019 hat sie zum Beispiel das letzte Mal am Holzwickeder Frühling teilgenommen, seitdem hat sie keine Veranstaltung dieser Art besucht. Damit sie mit ihren Werken dennoch Menschen erreicht, setzt sie während der Corona-Krise verstärkt auf externe Partner, die ihre Kunst bei sich aufhängen.

An einen Unternehmer habe sie bislang ein Werk verkauft. Ihr Bild hängt in seinem Büro, wird also von Kunden durchaus wahrgenommen. Viele ihrer Künstlerkollegen würden aber vor allem an Arztpraxen ihre Werke verkaufen, außerdem eigneten sich auch vor allem kleinere Boutiquen in der Region. „Überall da, wo sie auch gut wahrgenommen werden und hinpassen“, sagt Raat.

Über den Autor
Redaktion Unna
1993 in Hagen geboren. Erste journalistische Schritte im Märkischen Sauerland, dann beim Westfälischen Anzeiger in Werne. Spielt in seiner Freizeit gerne Handball und hört Musik.
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Carlo Czichowski
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