Die Naturstiftung des Kreises hat den Krötenzaun bezuschusst. In wenigen Tagen hat sich die Maßnahme bereits bewährt. © Martin Krehl
Naturschutz in Holzwickede

Krötenzaun am Freibad rettet viele Leben in wenigen Tagen

Im Februar wurde am Freibad Holzwickedes erster Krötenzaun aufgestellt. Nach den ersten warmen Tagen zeigt sich: Der Zaun hat bereits vielen Erdkröten das Leben gerettet.

Mittlerweile hat sich das Treiben in der Steinbruchstraße beruhigt. Nach der Schneeschmelze und den ersten warmen Tagen im Jahr lässt sich im Nachgang aber festhalten: Es war die richtige Entscheidung von Andreas Förster und seinen Helferinnen und Helfern, bereits am 21. Februar einen Krötenzaun entlang der Steinbruchstraße aufzubauen.

Der Nabu-Mann aus Billmerich meldet zum Monatswechsel bereits über 200 Erdkröten, die der Zaun nicht auf die Straße sondern in präparierte Eimer geleitet hat. Hier warteten die Tiere dann vornehmlich auf die helfenden Hände von Familie Prünte, die vor Ort wohnt und die Kröten sicher über die Straße trägt. Von dort aus geht es dann weiter gen Steinbruchteich, wo die Amphibien laichen.

„Wir haben den Zaun auch noch um 50 Meter gen Osten erweitert“, so Förster. Momentan habe der Wanderverkehr aber abgenommen, die Temperaturen waren zuletzt insbesondere über Nacht wieder kühler geworden. Der Naturschützer geht davon aus, dass die Tiere erst richtig aktiv werden, wenn es dauerhaft mild ist und entsprechende Tiefdrucklagen auch Regen und Feuchtigkeit mit sich bringen.

Überfahrene Erdkröten fanden sich in den vergangenen Jahren zuhauf auf der Steinbruchstraße. Nach wenigen Tagen im Einsatz hat ein Zaun nun bereits dafür gesorgt, dass mehr als 200 Tiere sicher die andere Straßenseite erreicht haben. © Greis © Greis
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Redaktion Holzwickede
Jahrgang 1985, aufgewachsen auf dem Land in Thüringen. Fürs Studium 2007 nach Dortmund gekommen. Schreibt über alles, was in Holzwickede passiert. 17.000 Einwohner mit Dorfcharakter – wie in der alten Heimat. Nicht ganz: Dort würden 17.000 Einwohner locker zur Kreisstadt reichen. Willkommen im Ruhrgebiet.
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Christian Greis
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