Mit Rezension: Zwei Krimi-Autoren fesseln ihr Publikum

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Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit bleibt mehr Raum für ein Buch. Einen spannenden Krimi vielleicht? Mit Arne Dessaul und Stefan Barz stellten jetzt zwei Autoren in der Gemeindebibliothek ihre neuesten Bücher vor.

Holzwickede

, 08.11.2019, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Krimis? Die sind doch eh alle gleich. Kennste einen, kennste alle! Nicht wenige Kritiker von Kriminalliteratur argumentieren genau so. Mit Arne Dessaul und Stefan Barz brauchte es jetzt beim „Kriminaltango“ in der Holzwickeder Gemeindebibliothek nur zwei Autoren, um das Gegenteil zu beweisen.

Beide stellten den Besuchern ihre neuesten Bücher vor. Und die greifen völlig unterschiedliche Themen auf. Auf der Einen Seite Arne Dessauls „Tödlicher Halt“, der sich mit dem Rechtsradikalismus befasst und auf der anderen Seite der Eifelkrimi „Spiel des Bösen“ von Stefan Barz.

Beiden Autoren gelang es, das Publikum zu fesseln. Und so prasselten auf Arne Dessaul und Stefan Barz gleichermaßen viele Fragen ein. Die beantworteten sie natürlich gerne.

Mit Rezension: Zwei Krimi-Autoren fesseln ihr Publikum

Arne Dessaul stellte den Zuhörern seine Protagonisten Daniel und Bernd vor. © Dirk Becker

Arne Dessauls Roman „Tödlicher Halt“ spielt im Jahr 1992 an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Zwei junge Männer, für die der Leser durchaus Empathie entwickelt, geraten in eine Gefährliche Situation, als sie auf dem Weg von Bonn nach Berlin in einem türkischen Restaurant essen wollen. Nazis stürmen das Lokal und die beiden Männer stellen sich die Frage, ob sie eingreifen sollen.

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„Tödlicher Halt“ ist auf eine bedrückende Art aktuell, ist es doch genau in der Zeit erschienen, als der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke von einem Rechtsradikalen erschossen wurde.

In der Gemeindebibliothek war Dessaul vor allem daran gelegen, dem Publikum die beiden Protagonisten vorzustellen. Wer sich in die wirklich hineinfühlen will, muss allerdings das ganze Buch lesen.

Mit Rezension: Zwei Krimi-Autoren fesseln ihr Publikum

Stefan Barz las nicht nur aus seinem neuen Eifel-Krimi, er gab auch Hinweise zu seiner Recherchearbeit. © Dirk Becker

Stefan Barz, Träger des Jacques-Berndorf-Preises, bewies, dass er nicht nur ein guter Autor ist, sondern auch ein herausragender Vorleser ist. Möglicherweise kommt dem Gymnasiallehrer dabei seine Erfahrung aus der Schule zugute.

„Spiel des Bösen“ befasst sich mit einem Todessturz an der Kakushöhle. Ist die alte Frau verunglückt, hat sie sich das Leben genommen oder war es doch ein Mord? Dieser Frage geht der Ermittler Jan Grimberg auf den Grund.

Barz machte deutlich, dass es für ihn nicht leicht ist, Tatorte zu finden. Schließlich schreibt er über die Eifel, lebt aber selbst in Wuppertal-Ronsdorf. „Da kann man sich wie in der Eifel fühlen. Das ist wie Eifel mit Infrastruktur“, scherzte Barz. Und er erklärte, dass es ihn besonders interessiert, was ein Mord mit den Hinterbliebenen, aber auch dem Mörder macht.

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