Kita-Angebot

Kreis wird prüfen, ob es einen Waldkindergarten geben kann

Den ganzen Tag draußen sein und im Wald spielen: Das ist das Konzept einer Waldkita. Der Kreis Unna soll prüfen, ob es in Holzwickede, Fröndenberg und Bönen möglich ist, Waldkindergärten zu eröffnen.
In einem Waldkindergarten spielen die Kinder nicht nur überwiegend an der frischen Luft, sondern auch mit allem und nichts. Für viele Eltern ist das eine echte Alternative zur heimischen Reizüberflutung. © picture alliance / Thomas Frey/dpa

Trägervielfalt ist in vielen Städten und Gemeinden des Kreises Unna eine Selbstverständlichkeit, wenn es um Kindergärten geht. Ebenso vielfältig ist das jeweilige Angebot, das die Einrichtungen jungen Familien machen. Was in Fröndenberg, Holzwickede und Bönen allerdings fehlt, ist ein Waldkindergarten. Für diese drei Kommunen im Kreis Unna ist das Kreisjugendamt verantwortlich. Deshalb ist in die Entscheidung auch der Jugendhilfeausschuss des Kreistags involviert.

Vor allem Bönener Eltern wünschen sich einen Waldkindergarten und so entstand bei der SPD Bönen die Idee, mit dieser an die Kreistagsfraktion heranzutreten. Weil auf Anfrage auch die Holzwickeder Parents for Future Interesse bekundeten, weitete die SPD ihren Prüfantrag an den Landrat auf Bönen, Holzwickede und auch Fröndenberg aus.

Einstimmiger Auftrag erteilt

Nach einstimmigem Beschluss des Jugendhilfeausschusses des Kreistags soll der Landrat nun prüfen, unter welchen Voraussetzungen beim weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung ein Waldkindergarten geschaffen werden könne. Einbezogen werden soll dabei eine Umfrage unter Eltern. Zudem soll geprüft werden, ob eine solche Gruppe an eine bestehende Einrichtung geknüpft werden kann oder eine eingruppige, eigenständige Einrichtung zu schaffen wäre. Auf diesem Weg sollen Trägerinteressen erfragt und einbezogen werden.

Abseits der Zustimmung zum Prüfantrag wollte ihn die CDU-Fraktion explizit um den Prüfungsauftrag erweitert wissen, wie bei einem Waldkindergarten die Kostensituation aussähe.

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