Kreis plant Erweiterung der Brauckmann-Schule und neuen Schulstandort im Mittelkreis

dzFörderschulen

Die Förderschulen in Holzwickede und Bergkamen sollen nun endlich die nötige Entlastung bekommen. Der Kreis plant ein millionenschweres Sanierungs- und Erweiterungsprogramm.

Kreis Unna

, 28.05.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zufällig zeitgleich mit dem Wiederbeginn des Unterrichts an Förderschulen unter Corona-Auflagen beschäftigt sich die Politik im Kreis Unna damit, wie die Zukunft dieser Schulen aussieht. Konkret geht es um die beiden Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

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Die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen und die Karl-Brauckmann-Schule in Holzwickede haben beide Sanierungsbedarf und Platzprobleme. Nun wird die Problemlösung weiter vorangetrieben. Der Unterausschuss für Hoch- und Tiefbauangelegenheiten des Kreistags hat am Mittwochabend den Grundsatzbeschluss gefasst, dass die Schulen saniert werden. Für Holzwickede steht auch eine Erweiterung an.

Gesamtkonzept für Kreis-Förderschulen

Eigentlich sollte der Ausbau der Karl-Brauckmann-Schule schon laufen, doch als sich 2019 eine erhebliche Steigerung der voraussichtlichen Kosten abzeichnete, zog die Politik die Notbremse. Man einigte sich, dass zunächst ein Gesamtkonzept für die Kreis-Förderschulen mit diesem Schwerpunkt erarbeitet wird. Dieses liegt jetzt vor. Vorschläge der Kreisverwaltung und eines Gutachterbüros fanden die Zustimmung des Bau-Ausschusses.

Anbau für die Karl-Brauckmann-Schule

Demnach soll die Brauckmann-Schule um einen Anbau erweitert werden. Der Zusatztrakt soll zwei Stockwerke umfassen. Unten sollen Funktions- und Lehrerräume eingerichtet werden, oben vier Klassenzimmer.

Auf den Anbau folgt die energetische Sanierung für den Rest des Gebäudekomplexes. Es sollen Schadstoffe beseitigt werden, wie sie in Gebäuden dieses Alters üblich sind, das Schwimmbad muss dringend saniert werden. Lüftung, Heizung, Akustik, Technik für Amokprävention und Digitalisierung sowie eine Erneuerung der Elektrik sind weitere Themen. Anbau und Sanierung in Holzwickede sollen rund 10,5 Millionen Euro kosten. Und sie sollen nun möglichst zügig angegangen werden, erklärte der zuständige Dezernent Ludwig Holzbeck. Es sei damit zu rechnen, dass immer wieder Teile der Altgebäude ausfallen werden.

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Dritter Schulstandort zur Entlastung

Die beiden Förderschulen sind jetzt räumlich überlastet, vor allem die Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule in Bergkamen-Heil mit rund 300 Schülern. Ein dritter Schulstandort im Bereich Unna, Bönen oder Kamen soll Entlastung bringen. Dann soll auch am Standort Heil umgebaut werden. Je rund 160 Schüler sollen einen der drei künftigen Schulstandorte besuchen, mit maximal zwölf Kindern pro Klasse.

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