Kontaktverbot: Holzwickeder lässt Ex-Frau nicht in Ruhe und soll nun ins Gefängnis

dzGerichtsverhandlung

Ein gerichtlich angeordnetes Kontaktverbot zur Ex-Frau ignorierte ein Holzwickeder mehrmals. Es sind nicht die einzigen Verfehlungen, die ihm nun die Freiheit kosten sollen.

von Sylvia Mönnig

Holzwickede

, 06.11.2019, 11:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mitte Juni vergangenen Jahres untersagte das Unnaer Amtsgericht dem Mann aus Holzwickede, sich seiner Ex-Frau zu nähern, ihr zu schreiben oder sie anzurufen. Der 40-Jährige dachte nicht daran, dieser Anordnung Folge zu leisten.

Zwei Mal verschaffte er sich vergangenen Herbst Zutritt zum Haus, in dem sie lebte – ein Mal über eines der gemeinsamen Kinder; ein weiteres Mal durch nächtlichen Lärm, durch den sich die Ex-Frau genötigt sah, doch zu öffnen. Ein dritter Versuch scheiterte. Auch schickte der Holzwickeder mehrere Textnachrichten.

Fahren unter Einfluss von Alkohol, Cannabis und Amphetamin

Zudem geriet er Anfang Dezember 2018 nachts auf der Bahnhofstraße in eine Verkehrskontrolle. Dabei stellte sich heraus, dass der 40-Jährige mit mehr als einer Promille sowie unter dem Einfluss von Cannabis und Amphetamin Auto fuhr. Der Führerschein wurde sichergestellt.

Die Vorwürfe räumte der Angeklagte im Prozess vor dem Unnaer Schöffengericht ein. Die Verstöße gegen das Gewaltschutzgesetz begründete er mit Sorge um die gemeinsamen Kinder. Die Fahrt unter Alkohol- und Drogeneinfluss erklärte er damit, dass er den Wagen nur 100 Meter habe umsetzen wollen.

Sieben Eintragungen im Strafregister, Hafterfahrung und das beharrliche Ignorieren des Kontaktverbots sprachen letztlich gegen den Holzwickeder: Ein Jahr Haft ohne Bewährung und drei Monate Sperrfrist zur Wiedererteilung einer Fahrerlaubnis urteilte das Gericht.

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