Klinker verschwindet: Bahnhofsmauer bekommt neue Fassade – zumindest teilweise

dzBahnunterführung

Seit Jahren wird aus der Holzwickeder Politik gefordert, dass die Bahnhofsunterführung eine Aufwertung braucht. Und plötzlich: Tut sich was vor Ort.

Holzwickede

, 12.08.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Durchstich für Fußgänger zwischen Bahnhof- und Stehfenstraße; ein neues Bahnhofsdach; sozialverträglicher Wohnungsbau nahe der Bahnlinien; neue Perspektiven für Geschäftsansiedelungen; bessere Beschilderung und mehr Parkplätze auch für Radfahrer – Aspekte, die ein aktuelles Konzept zur Bahnhofsentwicklung für die kommenden Jahre berücksichtigt.

Präsentiert wurde es im vorigen Herbst. Damit aber beispielsweise der langersehnte Durchstich auch Realität wird und nicht wie in den vergangenen 20 Jahren nur Wunschdenken bleibt, muss bekanntermaßen die Deutsche Bahn mitspielen – und etwa nötige Flächen an die Gemeinde abtreten.

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Wer, wann und wie bei der Bahn aber ins Spiel einsteigt – das liegt ganz beim Schienenkonzern – beziehungsweise der jeweils zuständigen Tochtergesellschaft. Davon vereint die DB zahlreiche unter einem Dach. Und aktuell sind zwei davon mit Arbeiten in und um die Holzwickeder Haltestelle befasst.

Eine Maßnahme davon ist laut eines Bahnsprechers bereits seit vier Jahren vorgesehen, wird jetzt umgesetzt: Die DB Netz AG sorgt momentan dafür, dass die Bahnhofsunterführung sich optisch zumindest in Teilen wandelt: Die Klinkerfassade verschwindet und wird im Laufe des Monats durch eine Spritzbetonschicht ersetzt, wie der Sprecher auf Anfrage mitteilt.

Ausgenommen von den Sanierungsarbeiten bleibt der Unterführungsbereich. Der Klinker verschwindet lediglich an der Außenmauer im Bereich der Auffahrtrampe zum Wendehammer an den Gleisen.

Ausgenommen von den Sanierungsarbeiten bleibt der Unterführungsbereich. Der Klinker verschwindet lediglich an der Außenmauer im Bereich der Auffahrtrampe zum Wendehammer an den Gleisen. © Greis

„Das wird eine helle Schicht, wie wir sie auch andernorts aufbringen. Der Bereich dürfte alleine dadurch heller wirken“, so der Sprecher. Weitere Maßnahmen, beispielsweise bei der Beleuchtung, umfassen die Planungen nicht. Und auch in der Unterführung selbst wird vorerst nichts passieren: „Die Wände sind in einem guten Zustand und werden aktuell mit den Klinkern belassen“, so der Sprecher.

Treppen werden bis Jahresende saniert

Für Verkehrsstationen entlang des Streckennetzes ist wiederum die DB Station und Service AG zuständig. Hierüber rückt aktuell der Zugangsbereich zu den Gleisen in den Fokus, werden bis Jahresende beide Treppen saniert. Sowohl Stufen als auch die Treppenwangen sollen erneuert werden.

Bekanntermaßen kam es in der Vergangenheit hier im Unterführungsbereich immer wieder zu Problemen durch einlaufendes Wasser. „Im Rahmen der Sanierung finden auch Abdichtungsarbeiten an den Treppenwangen statt, um der Thematik rund um das austretende Wasser vorzubeugen“, so der Bahnsprecher.

Die Treppenaufgänge zu den Gleisen sollen bis Jahresende saniert werden.

Die Treppenaufgänge zu den Gleisen sollen bis Jahresende saniert werden. © Greis

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Wer den Weg zu den Gleisen sucht, sieht bereits, dass der Putz an den Wänden bröckelt und die Treppenstufen an vielen Stellen abgeplatzte Stellen, Risse und Ausbesserungen ausweisen. Schadhafte Stellen sind zudem bereits farbig markiert.

Im Bereich der Treppen sollen die Arbeiten sich nicht auf den Reiseverkehr auswirken. Die Aufgänge sollen zugänglich bleiben und entsprechend des Arbeitsfortschritts nur halbseitig gesperrt werden. Im Bereich der Auffahrtrampe von der Nordstraße kommend, weist wiederum ein Hinweisschild auf nächtliche Arbeiten und eine Vollsperrung des Bereiches zwischen 22 und 6 Uhr bis zum 21. August hin.

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